Acument Deutsche Standorte insolvent
Der US-Konzern Acument Global Technologies hat am 6. August für seine fünf deutschen Standorte Insolvenzantrag gestellt. In den Werken werden Schrauben, Bolzen und andere Verbindungsteile für die Automobilindustrie gefertigt.
Von der Insolvenz sind insgesamt drei Unternehmen betroffen: Die Acument GmbH in Neuss, die Acument Beteiligungs-GmbH und die King-Holding Germany GmbH, beide Neuwied. In Deutschland verfügt die Gruppe über 1.700 Mitarbeiter und Werke in Neuss, Neuwied, Schrozberg, Dürbheim (beide Baden-Württemberg) und Beckingen (Saarland) sowie über ein Logistik-Zentrum in Köln. Das Unternehmen begründete den Schritt mit den durch die Autokrise sinkenden Umsätzen, die eine Restrukturierung der Gruppe notwendig machten. Die Produktion soll nach Unternehmensangaben ohne Unterbrechung fortgesetzt werden. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Amtsgericht Düsseldorf den Anwalt Wolf von der Fecht.
Acument Global Technologies gehört dem kalifornischen Private-Equity-Fonds Platinum Equity. Im August 2006 hatte der Investor die Verbindungssparte des US-Konzerns Textron übernommen. Nach Presseinformationen stand Acument Deutschland schon seit Monaten zum Verkauf.
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