Motorenhersteller Deutz steigt ins Rüstungsgeschäft ein

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

Deutz steigt in das Rüstungsgeschäft ein. Dazu kauft der Motorenhersteller einen Zulieferer für Drohnentechnik.

Deutz steigt ins Rüstungsgeschäft ein.(Bild:  Deutz)
Deutz steigt ins Rüstungsgeschäft ein.
(Bild: Deutz)

Der Motorenhersteller Deutz kauft die Sobek Group. Das Unternehmen ist in mehreren Branchen tätig, darunter Motorsport, Luft- und Raumfahrt und Medizintechnik. Sobek beliefert unter anderem Teams in der Formel 1 und Formel E mit Hochleistungspumpen, die auf Elektromotoren und Steuerungselektronik des Unternehmens basieren.

Größeres Potenzial verspricht sich Deutz jedoch mit dem Geschäft mit Drohnen. Das Unternehmen will sich nach eigenen Angaben „breiter aufstellen, unabhängiger vom zyklischen Geschäft mit Verbrennungsmotoren machen und dabei sein Defense-Geschäft systematisch ausbauen“. Sobek bietet demnach „direkten Zugang zum stark wachsenden Verteidigungsmarkt“, teilt Deutz mit. Das etablierte Geschäft im Motorsport und in der Medizintechnik will Deutz parallel ausbauen.

Elektrische Antriebe für Drohnenhersteller

Sobek liefert aktuell elektrische Antriebssysteme an europäische Drohnenhersteller. Diese Systeme bestehen aus Motor, Steuerung und Software. Drohnen sind laut Deutz aktuell eines der  Top-Investitionsfelder der NATO. Deutz will mit sich mit dem Zukauf aber auch bei Motoren weiterentwickeln: vom Komponentenhersteller zum Systemanbieter. Die hochintegrierten elektrischen Antriebe von Sobek bieten laut Deutz Potenziale mit Blick auf alternative Antriebe für Off-Highway-Fahrzeuge; hier vor allem bei der Steuerungstechnik. Weitere Anwendungen außerhalb des Verteidigungsbereichs sieht Deutz in der zivilen Luftfahrt mit leichten Drohnen etwa für die Logistik, Infrastrukturüberwachung oder die urbane Mobilität. 

Über die Sobek Group

Sobek erwartet im Geschäftsjahr 2025 mit rund 70 Beschäftigten einen Umsatz im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich und eine „signifikant zweistellige EBIT-Marge“. Sobek hat in Deutschland drei Standorte in Baden-Württemberg und Hessen. Für das Geschäft erwirbt Deutz 100 Prozent der Anteile an der Sobek Group. Die Transaktion soll kurzfristig abgeschlossen werden.

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