Federal-Mogul Dichtungen für Brennstoffzellen

Redakteur: Bernd Otterbach

Federal-Mogul hat eine neue Dichtung entwickelt, die die Entwicklung von Brennstoffzellen für energieeffiziente Fahrzeuge voran bringen soll.

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Die patentierten LEM-Dichtungen (LEM=Liquid Elastomer Molding) bestehen aus kleinen Elastomerlippen, aufgespritzt auf dünnen Trägermaterialien. Sie böten eine überragende Dichtungsleistung und reduzierten gleichzeitig Größe und Gewicht jedes Brennstoffzellenstapels deutlich, teilte der Automobilzulieferer am Mittwoch mit. Solche LEM-Dichtungen seien nur 0,3 - 0,5 mm dick, herkömmlich geformte Dichtungen seien mindestens doppelt so stark.

Ein typischer Brennstoffzellenaufbau besteht aus mehreren Hundert Brennstoffzellen. Jede einzelne enthält eine Ionenaustauschmembran und Bipolarplatten. Auf der Oberfläche dieser Membranen findet eine elektrochemische Reaktion statt, bei der Wasserstoff mit Sauerstoff kombiniert wird. Dadurch werden elektrische Energie und als Nebenprodukt Wasser freigesetzt. Jede Membran muss deshalb gegen die anderen Schichten und gegen die Umgebung abgedichtet werden. Das heißt: Neben Hunderten von Bipolarplatten und Membranelementen werden auch Hunderte von Dichtungen benötigt. Das macht den Brennstoffzellenaufbau länger und schwerer.

In aufwändigen Versuchen hat sich laut Federal-Mogul gezeigt, dass die LEM-Technologie im Vergleich zu herkömmlichen Dichtungen eine bessere Dichtleistung bei geringerer Dichtungsdicke erbringt. Außerdem könne die Dichtung direkt in die Bipolarplatten integriert und so die Montagekomplexität weiter reduziert werden.

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