Mercedes-Benz hat sich festgelegt, wo künftig welche Fahrzeugmodelle entstehen werden. Die deutschen Werke in Bremen, Rastatt und Sindelfingen sind mit mehreren Modellvarianten dabei.
Der EQS entsteht bei Mercedes-Benz in der Factory 56 in Sindelfingen.
(Bild: Mercedes-Benz Group)
Mercedes-Benz will bis zum Ende des Jahrzehnts ausschließlich vollelektrische Fahrzeuge absetzen, „wenn die Marktbedingungen es erlauben“. In Sindelfingen werden ab dem Jahr 2025 die Modelle der elektrischen „AMG.EA“-Plattform entstehen. Die Werke in Bremen und im ungarischen Kecskemét produzieren künftig Modelle der elektrischen „MB.EA“-Plattform. In den Werken in Rastatt und Kecskemét rollen ab 2024 die Modelle der MMA-Plattform vom Band.
Die Pkw-Plattformen von Mercedes-Benz
AMG.EA: auf Spitzenleistung ausgelegte Elektro-Plattform
MB.EA: Plattform für mittelgroße und große Pkw
MMA: Kompakt- und Mittelklassefahrzeuge
Neue Standorte wird es laut Produktionsvorstand Jörg Burzer nicht geben: „Wir integrieren in bestehende Werke und Standorte. Es wird Erweiterungen geben – aber an den bestehenden Standorten. Wir wollen uns auf das verlassen, was wir haben. Das gilt auch für die Batterieproduktion.“ Mehr als zwei Milliarden Euro will der Autohersteller zwischen den Jahren 2022 und 2026 in seine europäischen Produktionsstandorte investieren.
Modelle und Standorte von Mercedes-Benz im Überblick
Sindelfingen: Die Produktion der vollelektrischen Limousine EQS startete im vergangenen Jahr in der Factory 56. Hier entstehen die S-Klasse, die Mercedes-Maybach S-Klasse und der EQS auf einer Linie. Das Werk fertigt zudem die E-Klasse als Limousine, T-Modell und Offroad-Variante, den CLS und die Mercedes-AMG GT Familie. Bald soll der GLC hinzukommen. Sindelfingen soll ab 2025 die Luxusmodelle auf der AMG.EA-Plattform produzieren.
Bremen: Das Werk hat vor einigen Monaten mit der Produktion des vollelektrischen EQE begonnen. Bereits im Mai 2019 integrierte Mercedes den EQC in die laufende Serienfertigung. Außerdem fertigen die Beschäftigten in dem Werk die C-Klasse als Limousine, T-Modell, Coupé und Cabrio, die E-Klasse als Coupé und Cabrio, den GLC und das GLC Coupé und den AMG SL. Ab Mitte der Dekade soll hier zusätzlich ein Modell der MB.EA-Plattform entstehen.
Rastatt: In Rastatt entsteht seit 2021 das vollelektrische Kompaktmodell EQA. Das Werk produziert zudem die A-Klasse, B-Klasse und den GLA mit Verbrennungsmotor und Plug-in-Hybrid. Ab 2024 sollen neue Modelle auf Basis der MMA-Plattform vom Band rollen. In der Einstiegsklasse will Mercedes nur noch vier statt bislang sieben Karosserievarianten anbieten. Diese sollen technisch hochwertiger sein.
Kecskemét: Der Kompakt-SUV EQB startete 2021 im Werk in Kecskemét. Das Modell ergänzt das Portfolio bestehend aus CLA Coupé und CLA Shooting Brake und der A-Klasse mit konventionellen, Plug-in-Hybrid- und AMG-Versionen. Ab 2024 sollen neue Modelle auf Basis der MMA-Plattform und ein Modell der MB.EA-Plattform in Kecskemét entstehen.
Beijing: Die Beijing Benz Automotive Co. Ltd. produziert seit 2005 lokal Mercedes-Benz-Fahrzeuge für den chinesischen Markt. Vor wenigen Wochen startete laut Mercedes die Produktion der vollelektrischen Limousine EQE im Werk Shunyi. Das Produktionsportfolio des Joint Ventures umfasst die Modelle EQC, EQA, EQB, die A-, C- und E-Klasse Langversionen, GLA, GLB, GLC Langversion und AMG A 35 L.
Tuscaloosa: Das Werk in Tuscaloosa, USA, soll in Kürze mit der Produktion des EQS SUV beginnen. Der EQE SUV soll noch 2022 folgen. Beide Modelle entstehen auf einer Linie zusammen mit den SUVs mit konventionellem Antrieb. In Tuscaloosa entstehen heute GLE, GLE Coupé, GLS und Mercedes-Maybach GLS.
„Mit den Investitionen in die neue Produktionsordnung haben wir erreicht, dass Fahrzeuge der neuen Elektro-Architektur an den deutschen Standorten gefertigt werden und damit zur Auslastung beitragen“, sagte Ergun Lümali, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates der Mercedes-Benz Group AG.
Technik wieder selbst entwickeln und herstellen
Der Autohersteller will mehr elektrische Antriebstechnik selbst entwickeln und fertigen. Die nächste Generation elektrischer Antriebssysteme entsteht laut Mercedes inhouse. Fertigung und Montage von Teilen der elektrischen Antriebssysteme für künftige Modelle der Marke Mercedes-EQ starten Ende 2024 im Werk Untertürkheim.
Zur eigenen Fertigung zählen auch Übernahmen. Zum Beispiel die des britischen Elektromotorenunternehmens Yasa. Es entwickelt und produziert Axialflussmotoren. Das sind permanenterregte Synchronmaschinen. Wegen ihrer Bauweise sind sie schmaler als die sonst im E-Auto üblichen Motoren. Gefertigt werden sollen sie künftig auch am Berliner Standort von Mercedes.
Die Standorte der Batteriewerke von Mercedes-Benz
Deutschland: Die Batterien für die Mercedes-EQ Elektrofahrzeuge kommen aus zwei Fabriken in Kamenz. Sie fertigen seit 2012 Batterien für Hybride und Elektrofahrzeuge. Die zweite Batteriefabrik am Standort hat 2018 den Betrieb aufgenommen und produziert seit 2019 die Batterien des EQC und seit 2021 für die kompakten elektrischen SUVs. Im Werksteil Untertürkheim/Hedelfingen entstehen seit 2021 Batterien für EQS und EQE. Im Werksteil Brühl startete vor wenigen Wochen die Produktion von Plug-in-Hybrid-Batterien. Sie sollen unter anderem im neuen GLC zum Einsatz kommen. Eine weitere Batteriefabrik steht in Sindelfingen.
China: Beijing Benz Automotive hat eine Batterieproduktion am Standort im Yizhuang Industrial Park in Peking aufgebaut. Sie beliefert die lokalen Fahrzeugwerke. Seit 2019 mit Batteriesystemen für den EQC. In diesem Jahr hat die Fertigung von Akkus für den EQE begonnen.
Thailand: In Bankok, Thailand, eröffnete Mercedes-Benz gemeinsam mit dem lokalen Partner Thonburi Automotive Assembly Plant im Jahr 2019 ein Batterieproduktionswerk. Es fertigt Batterien für Plug-in-Hybride und vollelektrische Fahrzeuge.
Polen: Im polnischen Jawor entstehen seit 2020 Plug-in-Hybrid-Batterien für die C-, E- und S-Klasse. Im Jahr 2021 erweiterte der Standort sein Portfolio um Batterien für die kompakten EQA und EQB.
USA: Die neue Batteriefabrik in Bibb County in der Nähe des Mercedes-Benz Fahrzeugwerks in Tuscaloosa, Alabama (USA), hat in diesem Jahr den Betrieb aufgenommen und noch in diesem Jahr hocheffiziente Batteriesysteme für den vollelektrischen SUV EQS und EQE SUV produziert.
Seit diesem Jahr fertigt der Autohersteller nach eigenen Angaben in allen eigenen Werken weltweit CO2-neutral. In Deutschland bezieht der Hersteller ebenfalls seit diesem Jahr Strom, der ausschließlich aus regenerativen Quellen stammt. Bis zum Ende dieses Jahrzehnts will der Autohersteller die CO2-Emissionen pro Pkw über den gesamten Lebenszyklus mindestens halbieren; verglichen zu 2020.
Dazu zählt auch, erneuerbare Energie an den eigenen Standorten zu wandeln. Bis Ende 2023 will das Unternehmen Solaranlagen mit einer Leistung von über elf Megawatt Peak in Betrieb nehmen. Bis 2025 soll ein dreistelliger Millionenbetrag in die Installation von Photovoltaikanlagen fließen. Eine weitere Milliarde Euro will das Unternehmen bis Mitte der Dekade in Lieferverträge für Windenergie ausgeben.
Bis 2030 soll zudem der Wasserverbrauch um 35 Prozent sinken. Weitere Pläne umfassen die Logistik. Sie soll ebenfalls CO2-neutral werden. Dabei soll der Schienentransport von Fahrzeugen und Komponenten, etwa Batterien, eine Rolle spielen.
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Stand: 08.12.2025
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