Elektromotoren E-Motor ohne Seltenerdmagnete und Kupfer

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

Advanced Electric Machines hat zwei Entwicklungsverträge mit Automobil-Unternehmen abgeschlossen. Es geht dabei um einen E-Motor ohne Seltenerdmagnete oder Kupferspulen.

AEM-Chef James Widmer mit dem SSRD-Motor.(Bild:  Advanced Electric Machines)
AEM-Chef James Widmer mit dem SSRD-Motor.
(Bild: Advanced Electric Machines)

Das britische Unternehmen Advanced Electric Machines, AEM, hat zwei Entwicklungsaufträge für E-Motoren ohne Seltene Erden und Kupfer abgeschlossen. Ein Entwicklungsauftrag im siebenstelligen Bereich kommt von einem Tier-1-Zulieferer der Automobilindustrie. Den Namen nennt AEM nicht. Zusätzlich schloss das Unternehmen einen Vertrag „mit einem großen asiatischen Automobilhersteller“.  In beiden Verträgen geht es um Elektromotoren für Pkw.

AEM zeigt Prototyp eines SSRD-Motors

AEM hat bereits einen Prototypen eines sogenannten SSRD-Motors – Super Speed Reluctance Drive – für Elektro-Pkw vorgestellt. Das Unternehmen will den Motor jetzt für den Einsatz in der Großserie weiterentwickeln.

Was ist anders? Herkömmliche Permanentmagnetmotoren benötigen zum Funktionieren Neodym, Dysprosium und weitere kritische Rohstoffe. Der SSRD-Motor erreicht laut Hersteller das Leistungsniveau von Permanentmagnetmotoren oder übertrifft dieses – ohne Permanentmagnete. Zudem ist der Motor vollständig recyclingfähig.

der SSRD-Elektromotor des Unternehmens Advanced Electric Machines freigestellt
Der SSRD-Motor von AEM leistet maximal 308 Kilowatt.
(Bild: Advanced Electric Machines)

Der Motor arbeitet laut AEM stabil bei Drehzahlen von bis zu 30.000 U/min. Die Verbrauchswerte im WLTP-Fahrzyklus sind laut Unternehmen sehr gut. Laut AEM leistet der Motor maximal 308 Kilowatt. Die Dauerleistung beträgt 138 Kilowatt. Maximal sind 378 Newtonmeter verfügbar. Der Motor wiegt 10,4 Kilogramm und wird gekühlt mit einer Mischung aus Wasser und Glykol. 

Aluminium statt Kupfer in der Wicklung

Parallel prüft AEM für einen „großen asiatischen Automobilhersteller“, den Ersatz von Kupferwicklungen mit verdichtetem Aluminium. Elektromotoren mit Aluminium statt Kupfer arbeiten laut AEM effizienter. Am Ende des Lebenszyklus lassen sie sich zudem einfacher recyceln – weil Aluminium- und Stahlkomponenten sauber voneinander trennbar sind.

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