Elektrisch angetriebene Lkw Fünf Millionen Kilometer mit E-Trucks

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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Elektrische Lkw sind im Speditionsalltag angekommen. Nachdem Daimler Truck im August einige Beispiele genannt hatte, zieht jetzt MAN nach.

Rund fünf Millionen Kilometer haben elektrische Trucks von MAN inzwischen bei Speditionen zurückgelegt.(Bild:  MAN)
Rund fünf Millionen Kilometer haben elektrische Trucks von MAN inzwischen bei Speditionen zurückgelegt.
(Bild: MAN)

Über fünf Millionen Kilometer haben rund 200 vollelektrische Lkw von MAN in den Flotten europäischer Logistikdienstleister seit Anfang 2025 zurückgelegt. Klar, das Marketing freut sich über diese Zahl. Davon abgesehen zeigt sie, dass sich elektrisch angetriebene Lkw in den Speditionsalltag integrieren lassen. DB Schenker, Dachser, Duvenbeck oder Dräxlmaier sind Beispiele für große Unternehmen, die elektrisch angetriebene Trucks nutzen. Einige detaillierte Beispiele nennt MAN in einer Mitteilung: Die Behrens-Gruppe, ein Holzgroßhändler, ist mit ihren E-TGX inzwischen über 50.000 Kilometer vollelektrisch gefahren. Die E-Trucks sind laut MAN mit Wechselrahmen für elektrische Mitnahmestapler ausgestattet. Behrens lädt die Lkw teilweise mit eigenem Photovoltaikstrom.

Lebensmittel, Textilien und Getränke

In Frankreich hat die Jacky Perrenot-Gruppe, einer der größten europäischen Lebensmittelspediteure, die ersten Fahrzeuge übernommen. Insgesamt umfasst der Auftrag mehr als 100 E-Trucks. In den Niederlanden setzen die Logistikdienstleister Cornelissen, van Doorn und Koopman erste E-Trucks im städtischen und regionalen Verteilerverkehr ein. In Polen nutzt Danone vollelektrische Lkw von MAN für die Lebensmitteltransporte.

In Portugal rollen bei der Spedition TJA E-Trucks im nationalen Logistikgeschäft. Nor Tekstil, Norwegens größter Textil-Dienstleister, hat erste E-Trucks übernommen. In Dänemark rollen beim Getränkekonzern Royal Unibrew vollelektrische Lkw beim Beliefern des Handels.

Im kommunalen Umfeld sind elektrische Lkw ebenfalls interessant: Unter anderem hat laut MAN ein österreichischer Verbund von zwölf Städten und Gemeinden einen Rahmenvertrag über bis zu 45 Fahrzeuge vereinbart.

CO2-Sparpotenzial über Lebenszeit

MAN rechnet vor: Hätten die genannten Lkw 100 Prozent Grünstrom genutzt, hätten sie bei einem Durchschnittsverbrauch von 90 kWh pro 100 Kilometer im Betrieb rund 3.600 Tonnen CO2 vermieden – verglichen mit Diesel-Lkw mit einem Verbrauch von circa 27 Litern pro 100 Kilometer.

Skaliert auf ein Fahrzeugleben von rund 1,2 Millionen Kilometern, können allein diese E-Trucks laut MAN zusammen rund 172 Tausend Tonnen CO2 sparen: in etwa so viel, wie eine deutsche 32.000 Stadt mit Einwohnern jährlich ausstößt.

Serienstart und wachsende Nachfrage

Seit Juni 2025 fertigt MAN im Werk in München die Modelle E-TGX und E-TGS in Serie. Die Modelle sind konzipiert für Mittel- und Langstreckeneinsätze, für Bau- oder kommunale Aufgaben. die elektrischen Modelle rollen mit dieselbetriebenen Pendants von einer Linie. Bis zu 100 Fahrzeuge täglich sind möglich. In den Auftragsbüchern stehen laut MAN aktuell fast 800 der schweren Elektro-Lkw. Ausgehend von einer niedrigen Basis stieg die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen bei MAN im ersten Halbjahr 2025 um mehr als das Doppelte, verglichen mit dem Vorjahr.

Mitte August hatte auch Daimler Truck eine Auswahl an Speditionen benannt, die mit elektrisch angetriebenen Lkw fahren – oder es planen. Für eine der Speditionen fährt der auf Social media bekannte Elektrotrucker Tobias. Der Berufskraftfahrer bei Nanno Janssen ist mit einem elektrisch angetriebenen Lkw im Fernverkehr unterwegs – mit Hund Krümelix und Kamera.

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