Tesla-Chef Elon Musk offenbar in regelmäßigem Kontakt mit Wladimir Putin

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Elon Musk ist Chef des Autoherstellers Tesla. Das hält ihn aber offenbar nicht davon ab, in geopolitischen Themen mitzumischen. Das legt ein Bericht des Wall Street Journal nahe.

Laut einem Bericht des Wall Street Journal ist Elon Musk seit 2022 regelmäßig in Kontakt mit Wladimir Putin.(Bild:  Tesla)
Laut einem Bericht des Wall Street Journal ist Elon Musk seit 2022 regelmäßig in Kontakt mit Wladimir Putin.
(Bild: Tesla)

Der Chef des Elektroautoherstellers Tesla, Elon Musk, hat einem Zeitungsbericht zufolge seit Ende 2022 regelmäßig Kontakt zum russischen Präsidenten Wladimir Putin gehabt. Das Wall Street Journal beruft sich dabei auf mehrere derzeitige und frühere Regierungsbeamte aus den USA, Europa und Russland. Bei den Unterhaltungen zwischen Musk und Putin sei es um geopolitische, geschäftliche und persönliche Themen gegangen. 
Der Unternehmer reagierte nicht auf vorab gestellte Kommentar-Anfragen der Zeitung und äußerte sich zunächst nach Veröffentlichung des Berichts nicht dazu. Stattdessen setzte er auf seiner Online-Plattform X, über die er regelmäßig rechtskonservative Positionen verbreitet, weitere Beiträge zur Unterstützung von Ex-Präsident Donald Trump ab.

Musk mischt sich offenbar in geopolitische Themen ein

 Vor zwei Jahren hatte Musk einen Bericht über angeblichen Kontakt zu Putin noch ausdrücklich bestritten. Kremlsprecher Dmitri Peskow dementierte den Bericht nach der Veröffentlichung: „Nein, das stimmt nicht. Das ist eine absolut verlogene Information, die im Wall Street Journal publiziert wurde“, sagte er. 
Die Kontakte habe es aber tatsächlich gegeben und sie hätten bis in dieses Jahr hinein angedauert, schrieb das Wall Street Journal unter Berufung auf einen aktuellen und einen früheren Geheimdienstmitarbeiter. Einmal sei Musk von Putin gebeten worden, das Satelliten-Kommunikationssystem Starlink in Taiwan nicht zu aktivieren, hieß es ebenfalls mit zwei darüber unterrichteten Personen als Quelle. 
Damit habe Putin dem chinesischen Staatschef Xi Jinping einen Gefallen tun wollen. Dieser beansprucht die Kontrolle über Taiwan und gibt Putin in dessen Angriffskrieg gegen die Ukraine Rückendeckung.

Musk als US-Politiker?

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Trump hat in Aussicht gestellt, Musk im Fall eines Wahlsiegs am 5. November mit der Leitung eines Gremiums zu betrauen, das die US-Staatsausgaben auf den Prüfstand stellen solle. Dabei könnte es zu Interessenkonflikten kommen: SpaceX ist Auftragnehmer der US-Regierung und Tesla ist von den Entscheidungen der US-Regulierungsbehörden abhängig. Zugleich steht Musks Elektroauto-Unternehmen im Fokus mehrerer Untersuchungen.

Reich mit Tesla-Aktien

Vor allem seine Tesla-Aktien machen Elon Musk zum reichsten Menschen der Welt. SpaceX spielt aktuell eine Schlüsselrolle für das Raumfahrt-Programm der USA – im zivilen und im militärischen Bereich. Deswegen hat Musk eine Freigabe für vertrauliche Informationen. 
Nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 hatte SpaceX die ukrainischen Streitkräfte mit Starlink-Terminals ausgestattet, die von russischen Truppen zerstörte Mobilfunk-Infrastruktur ersetzten. Inzwischen hat das US-Verteidigungsministerium einen Vertrag mit SpaceX dafür. 
Aus Musks Biografie erfuhr man, dass er einen ukrainischen Angriff auf die russische Schwarzmeerflotte auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim verhindert haben will. Musk hatte demnach die ukrainische Bitte ausgeschlagen, Starlink in dem Gebiet zu aktivieren – und dies mit Furcht vor einer kriegerischen Eskalation mit Atomwaffen begründet. (thg)

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