Elektromobilität Experten bevorzugen E-Lastzüge im Straßengüterverkehr

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Der Nutzfahrzeugverkehr lässt sich mit der Elektromobilität am besten dekarbonisieren, heißt es in einem Gutachten. Vor allem weil alle anderen Ansätze noch lange nicht marktreif sind.

Elektrische Lkw wie der Volvo FH sollen den Güterverkehr zügig dekarbonisieren.(Bild:  Volvo Trucks)
Elektrische Lkw wie der Volvo FH sollen den Güterverkehr zügig dekarbonisieren.
(Bild: Volvo Trucks)

Bei der Umstellung des Güterkraftverkehrs auf einen klimaneutralen Antrieb raten deutsche und französische Experten zu einer Konzentration auf batterieelektrische Lastzüge. Diese seien aufgrund ihrer Marktreife die zentrale Technik, um schnell zu einem abgasfreien Straßengüterverkehr zu gelangen, empfehlen der deutsch-französische Rat der Wirtschaftsexperten (FGCEE) sowie der französische Rat für Wirtschaftsanalyse (CAE).

Bei anderen emissionsarmen Antriebstechniken wie Brennstoffzellen-Lkw und Oberleitungs-Hybrid-Lkw gebe es technische Hürden und eine mangelnde Marktreife. Diese Techniken sollten zwar weiterentwickelt werden, der Aufbau einer Infrastruktur für diese Alternativen mit öffentlicher Förderung sei im Moment aber nicht sinnvoll.

Stattdessen sollten die beiden EU-Schwergewichte Deutschland und Frankreich sich beim Ausbau der Lademöglichkeiten für E-Lastwagen abstimmen und diese gemeinsam vorantreiben. Dies könne Einfluss auf die EU-weite Strategie für einen abgasfreien Straßengüterverkehr haben und die Umstellung weg von Diesel-Lastzügen beschleunigen. Auch böte dies Herstellern und Flottenbetreibern die nötige Planungssicherheit für zukünftige Investitionen.

VDA gegen einseitige Festlegungen

Aus Sicht des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) ist es jedoch falsch, sich regulatorisch einseitig auf einzelne Antriebstechniken festzulegen. „Gerade beim Schwerlastverkehr wird die Brennstoffzellen-Technologie neben der Elektromobilität einen wichtigen Beitrag zum klimaneutralen Verkehr leisten können“, sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller. „Unsere Branche ist in diesem Bereich führend“, betonte sie.

Einseitige Festlegungen schadeten der Industrie, der Wertschöpfung und somit auch den Arbeitsplätzen: „Für die Autoindustrie steht fest, dass batterieelektrische Antriebe, flankiert von Wasserstoff – sowohl für den Einsatz in der Brennstoffzelle als auch im Wasserstoffmotor – zentral für den Weg zur Klimaneutralität sind.“

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