E-Mobilität Eine Million faltbare Dichtungen für E-Auto-Batterien

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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Freudenberg Sealing Technologies hat eine faltbare Dichtung für Batterien von Elektroautos entwickelt. Jetzt lief im französischen Langres das einmillionste Exemplar vom Band.

Freudenberg Sealing Technologies hat eine faltbare Dichtung für Batterien entwickelt.(Bild:  Freudenberg Sealing Technologies)
Freudenberg Sealing Technologies hat eine faltbare Dichtung für Batterien entwickelt.
(Bild: Freudenberg Sealing Technologies)

Im Betrieb eines E-Autos darf durch den Spalt zwischen Batteriedeckel und -gehäuse kein Spritzwasser eindringen. Dafür sorgt eine umlaufende Dichtung, die je nach Größe des Batteriegehäuses bis zu acht Meter lang sein kann. Die Dichtung soll außerdem dazu beitragen, bei einem Brand die Flammen einzudämmen.

Im Werk in Langres hat Freudenberg jetzt die einmillionste dieser Dichtungen gefertigt. Sie wird verwendet in Batterien europäischer E-Auto-Hersteller. An der Außenkante der Batterie befinden sich Aluminium-Elemente, die mit einem Dichtungsprofil versehen sind. Sie integrieren Kunststoff-Haltevorrichtungen, mit denen die faltbare Dichtung am Batterie-Gehäusedeckel befestigt wird. Die Elemente sind untereinander mit dem durchlaufenden Dichtungsprofil verbunden. Laut Freudenberg kann das Profil kleine Fertigungstoleranzen des Gehäuses ausgleichen.

Faltbare Dichtung – kleinere Verpackung

Die Dichtung liefert der Hersteller als Gesamtbauteil. Roboter können sie beim Batteriehersteller vollautomatisch montieren. Metallische Einlagen sorgen laut Freudenberg für eine hohe elektrische Leitfähigkeit zwischen Batteriegehäuse und -deckel. Diese ist notwendig, um elektromagnetische Felder abzuschirmen, die durch den Stromfluss in der Batterie entstehen.

Dass die Dichtung faltbar ist hat für die Funktion keine Bedeutung, aber für den Transport: Die Verpackung kann kleiner ausfallen. Das spart Platz und Energie beim Transport. Für die Produktion der Dichtungen hat der Zulieferer das Werk umgestaltet und Prozesse angepasst, nach Unternehmensangaben während des laufenden Betriebs. Hinzu kamen variierende Bestellmengen, Timings und Designs der faltbaren Dichtung während des Produktionsprozesses.

Förderung für die Pilotanlage in Langres

Für die faltbaren Dichtungen setzt Freudenberg nach eigenen Angaben Standardelastomere wie Silikone und Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuke ein. Sie erfüllen die erforderlichen Flammschutznormen und eignen sich für alle Materialkombinationen von Batteriedeckel und -gehäuse: etwa Aluminium, Stahl und Verbundwerkstoffe. Die faltbaren Dichtungen fertigt der Zulieferer in Langres und in den USA und Asien für die dortigen Märkte.

Die Pilotanlage in Langres wurde teilweise gefördert durch die Public Interest Group Haute Marne, den European Regional Development Fund und die Region Grand Est..

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