gesponsertEMV-Konformität und mehr Gerüstet für die Ansprüche elektrifizierter Fahrzeuge

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Die CSA Group hat ihre Prüfkapazitäten in Deutschland deutlich ausgebaut. In Plattling wurden ein hochmodernes EMV-Labor und Prüfplätze für Anwendungen der E-Mobilität eingerichtet.

Die CSA Group hat ihren Standort in Plattling (Bayern) erweitert: Dort wurden die Kapazitäten für EMV-Messungen ausgebaut; daneben gibt es weitere Prüfstände, u. a. für E-Antriebe.(Bild:  CSA Group)
Die CSA Group hat ihren Standort in Plattling (Bayern) erweitert: Dort wurden die Kapazitäten für EMV-Messungen ausgebaut; daneben gibt es weitere Prüfstände, u. a. für E-Antriebe.
(Bild: CSA Group)

Es regnet, die Scheibenwischer leiten das Wasser ab und das Autoradio sendet surrende Geräusche im Takt der Wischerblätter, statt die Musik störungsfrei wiederzugeben. Dass die elektromagnetischen Wellen des Scheibenwischermotors den Radioempfang empfindlich stören können, wisse heute kaum noch jemand, berichtet Dieter Fröhlich. Er ist seit dreizehn Jahren Geschäftsführer einer der CSA-Niederlassungen in Deutschland.

Die CSA Group prüft eine Vielzahl von Funktionen jeglicher Fahrzeugtypen. Darunter auch, wie gut die Auswirkungen elektromagnetischer Strahlung vermieden werden. Das Beispiel mit den Störsignalen aus dem Wischermotor kennt man eher von Fahrzeugen, die in den Siebziger- oder Achtzigerjahren entwickelt wurden. Damals wurde in der Automobilindustrie noch nicht so auf die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) geachtet, wie das heute der Fall ist.

Jüngere Menschen erinnern sich vielleicht noch an das Knacken und Surren von Lautsprechern in Kopfhörern oder dem PC, kurz bevor das Mobiltelefon eine SMS empfangen hat. Dieses Phänomen konnte man um die Jahrtausendwende erleben.

Bei beiden Beispielen geht es um Komfort und Behaglichkeit. In diesen Fällen haben die Störsignale das Audiosystem beeinflusst und lästige Geräusche erzeugt. Elektromagnetische Strahlen dürfen jedoch keinesfalls die Sicherheit beeinflussen.

Sowohl Autohersteller als auch deren Lieferanten müssen geeignete Maßnahmen umsetzen, die die Sicherheit gewährleisten. Dafür gibt es gesetzliche Vorschriften, die zum Beispiel in der Regelung Nummer 10 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UN/ECE) veröffentlicht sind. Sie trägt den Titel „Einheitliche Bedingungen für die Genehmigung der Fahrzeuge hinsichtlich der elektromagnetischen Verträglichkeit“. Entsprechende Vorgaben gibt es auch von SAE International für Nordamerika.

Ansprüche gehen über gesetzliche Anforderungen hinaus

Mitarbeiter der CSA Group bei den Vorbereitungen zu einer Prüfung in einer Absorberhalle.(Bild:  CSA Group)
Mitarbeiter der CSA Group bei den Vorbereitungen zu einer Prüfung in einer Absorberhalle.
(Bild: CSA Group)

Sehr viele Hersteller haben darüber hinaus den Anspruch, den Komfort für die Nutzer ihrer Produkte zu steigern. Die Ansprüche an die elektromagnetische Verträglichkeit der Komponenten und Systeme eines Fahrzeugs sind daher in der Regel deutlich höher, als es der Gesetzgeber vorschreibt.

Nach gesetzlichen Vorgaben werde z. B. die sogenannte Störfestigkeit zwischen 30 Megahertz und einem Gigahertz geprüft, berichtet Fröhlich. Die Feldstärke betrage in diesem Fall 30 Volt pro Meter. Autohersteller würden hingegen im Pkw-Bereich 100 kHz bis mindestens sechs GHz und mit Feldstärken zwischen 70 V/m bis 150 V/m messen, nennt Fröhlich die Ansprüche, die zu mehr Komfort für die Insassen führen sollen.

Für solche Messungen und viele mehr hat die CSA Group die Expertise und die Einrichtungen, um sowohl die gesetzlichen als auch die kundenspezifischen Anforderungen zu prüfen. Am Standort der Europazentrale in Plattling (Bayern) wurde zu diesem Zweck Mitte September ein neues EMV-Prüflabor eröffnet.

Dort stehen nun zusätzlich 4.600 Quadratmeter für die Durchführung von EMV-Messungen zur Verfügung. Zum Vergleich: Der CSA-Standort in Plattling hat nun eine Betriebsfläche von insgesamt 16.900 Quadratmetern. Die Kapazitäten wurden demnach massiv ausgebaut, sodass die CSA Group ihre Niederlassung in
Bayern als eines der größten und fortschrittlichsten EMV- und Produktprüfungslabore weltweit positionieren kann.

„Unsere Einrichtung in Plattling ist eines unserer größten Labore weltweit und unser Flaggschiff in Europa“, zeigte sich David Weinstein, President und CEO der CSA Group, bei der offiziellen Eröffnung sichtlich stolz. Die Prüftechnik und die Kompetenzen des Teams, die nun an diesem Standort konzentriert sind, würden die Ambition der CSA Group untermauern, fügte Weinstein hinzu. Er will, dass das Unternehmen zum führenden Partner für Sicherheit, EMV und Funkprüfungen wird.

In Niederbayern – 70 Kilometer südöstlich von Regensburg und knapp 140 Kilometer nordöstlich von München – gibt es dafür nun innovative Einrichtungen, die mit Absorberhallen ausgestattet sind. Die Messentfernung beträgt bis zu zehn Meter. Schirmkabinen, Verstärkerräume und modernste Prüfgeräte sind ebenfalls vorhanden.

Deutlich mehr Kapazität

Ein Mitarbeiter der CSA Group justiert eine Antenne im neu eröffneten EMV-Labor in Plattling (Bayern).(Bild:  CSA Group)
Ein Mitarbeiter der CSA Group justiert eine Antenne im neu eröffneten EMV-Labor in Plattling (Bayern).
(Bild: CSA Group)

„Wir haben unsere Kapazitäten deutlich erhöht“, ist Dieter Fröhlich mit dem Ausbau zufrieden. „Das bringt für unsere Kunden den Vorteil, dass wir zügiger als bisher Prüftermine anbieten können.“ Zudem habe man nun in vielen Bereichen bessere Messmöglichkeiten: Verstärker mit höherer Leistung, bessere Antennen, State-of-the-Art-Prüfplätze und vieles mehr.

Dieses Hightech-Equipment wird dringend benötigt. Denn die Fahrzeugtechnik wird immer komplexer. Es werden immer mehr elektronische Komponenten eingesetzt. Dazu verbinden Software-Funktionen die einzelnen Systeme miteinander. Zum Beispiel das Head-up-Display in Pkws. Es zeigt Verkehrszeichen und die aktuelle Geschwindigkeit an. Damit ist dieses Anzeigesystem relevant für die Sicherheit der Insassen und die anderen Verkehrsteilnehmer.

Außerdem werden die elektronischen Komponenten zunehmend kleiner. In der EMV-Technik ist das gleichbedeutend mit: störanfälliger.

Dabei sind die Anforderungen der Hersteller an die Technik nicht nur in den gesetzlich vorgeschriebenen Prüfaufgaben höher. „Zusätzlich haben die OEMs zahlreiche Prüfungen, die die Behörden nicht fordern“, sagt Geschäftsführer Dieter Fröhlich. Fahrzeuge oder Komponenten können nach rechtlichen Anforderungen innerhalb eines Tages geprüft werden. „Die zusätzlichen Tests nach Kundenvorgabe beanspruchen jedoch vier bis sechs Wochen.“ Hinzu kommt, dass es für die zusätzlichen Prüfparameter keine standardisierten Messverfahren gibt. Jeder Kunde habe einen individuellen Prüfkatalog, erzählt Fröhlich.

Mehr Messaufgaben durch E-Mobilität

Elektrifizierte Fahrzeuge – vom hybriden Antriebsstrang bis zum batterieelektrischen Antrieb – können ebenfalls bei der CSA Group in Plattling untersucht werden. Im neuen Labor gibt es zwei Prüfplätze, auf denen elektrische Antriebsstränge auf ihr EMV-Verhalten getestet werden können. „Ein Dritter ist gerade im Aufbau und wird Ende des Jahres fertig sein.“ Auf Prüftellern mit einem Durchmesser von acht Metern bringt die CSA Group Fahrzeuge bis zur Größe eines Traktors, Gabelstaplers oder ähnlichem unter – wobei die „Prüflinge“ bis zu 25 Tonnen schwer sein können.

Besonders freut sich Dieter Fröhlich darüber, dass die CSA Group nun elektrische Antriebsstränge in einem ganz frühen Entwicklungsstadium prüfen kann. Dabei ist es egal, ob die E-Maschine vom eigenen Hochvoltspeicher oder über die leistungsstarken Netzteile des Labors versorgt wird.

Konkret heißt das: Auf einem neuen Dynamikprüfstand können zum Beispiel beide Räder einer Antriebsachse unterschiedlich belastet werden. Je Rad kann die Last mit einer Leistung von bis zu 125 Kilowatt angelegt werden. Oder beide Räder werden mit gleicher Last gebremst; mit bis zu 250 kW je Achse.

Dynamische EMV-Prüfungen sind ebenso möglich wie das Testen von Hochspannungskomponenten für Elektrofahrzeuge. Das erweiterte Angebot der CSA Group umfasst nun auch die Prüfung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Die Einrichtung bietet auch Prüfungen und Zertifizierungen für eine Reihe von Verbrennungsmotoren, Motorrädern, Nutzfahrzeugen und Komponenten an.

Platz für zusätzliche Erweiterungen

Die neue Einrichtung erweitert die EMV-Prüfkapazitäten der CSA Group erheblich und ermöglicht auch umfassende Prüfungen von medizinischen Geräten, Industrieanlagen und Verbraucherprodukten. Die möglichen Funkprüfungen decken verschiedene Techniken ab, einschließlich WiFi, Bluetooth, RFID und Ultra-Wideband (UWB).

Die Erweiterung des Prüflabors ist eine strategische Antwort auf die rasante Entwicklung von Technologien, wie zum Beispiel Elektrofahrzeugen, die neue und spezialisierte Prüfkapazitäten erfordern. Durch die Erweiterung des Standortes bleibt die CSA Group führend bei der Bereitstellung eines breiten Spektrums von Prüflösungen, die diesen sich entwickelnden Anforderungen gerecht werden.

Dabei ist am Standort noch Platz für weitere Erweiterungen – je nachdem, wie sich die Fahrzeugtechnik weiterentwickeln wird und welche Trends sich in der Automobilindustrie durchsetzen werden. Etwa das Thema Wasserstoff und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten in fester und flüssiger Form oder im Verbrenner und der Brennstoffzelle. Momentan wird in Plattling ein Team für Cybersicherheitsthemen aufgebaut.

CSA Group

Die CSA Group ist eine globale Organisation, die sich für Sicherheit, Gemeinwohl und Nachhaltigkeit engagiert. Sie sieht sich als einen der führenden Anbieter in den Bereichen Normenentwicklung, Prüfung, Inspektion und Zertifizierung.

Die CSA Group hat Niederlassungen auf der ganzen Welt, unter anderem in Kanada, den USA, Europa und Asien. Die Europazentrale befindet sich in Plattling (Landkreis Deggendorf,
Bayern). Seit der Eröffnung im Jahr 2021 ist die Belegschaft des Standorts von 160 auf mehr als 270 Mitarbeiter angewachsen.

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