Mobilitätsdienste Investor übernimmt Mehrheit des Berliner Start-Ups Vay

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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60 Millionen US-Dollar will Grab in Vay Technology investieren und damit sein Know-how im Bereich automatisiertes und autonomes Fahren ergänzen. Damit wird Grab eine Mehrheitsbeteiligung am Start-up halten.

60 Millionen US-Dollar will Grab in Vay investieren und damit die Mehrheitsbeteiligung am Tele-Mobilitätsdienstleister erwerben.(Bild:  Grab)
60 Millionen US-Dollar will Grab in Vay investieren und damit die Mehrheitsbeteiligung am Tele-Mobilitätsdienstleister erwerben.
(Bild: Grab)

Grab investiert 60 Millionen US-Dollar in Vay. Das deutsche Start-up bietet ferngesteuerte Fahrdienste an. Der neue Investor ist einer der größten Fahrdienstanbieter Südostasiens. Dort hat das Unternehmen Niederlassungen in acht Ländern und über 800 Städten – der Hauptsitz ist in Singapur. Grab will sein Know-how in den Bereichen Marketing, Produktentwicklung, Flottenmanagement und Markteinführung bei Vay einbringen. Vor allem das Geschäft in den USA soll dadurch wachsen. Zum anderen will man eruieren, wie das Servicemodell von Vay die Mobilitätsdienstleistungen von Grab in Südostasien ergänzen kann.

Darüber hinaus unterstützt diese Investition die Strategie von Grab im Bereich der autonomen Mobilität. So könnten beispielsweise die Fahrdaten, die Vay über seine Flotte sammelt, das Training von KI-Modellen beschleunigen, die die Wahrnehmung der realen Welt durch autonome Fahrzeuge verbessern.

Über Vay

Das Berliner Unternehmen Vay Technology hat bereits Ende 2022 in Europa eine Ausnahmegenehmigung für Testfahrten ohne Fahrer im Auto auf öffentlichen Straßen erhalten. Die Fahrzeuge werden von einer Zentrale aus ferngesteuert (engl. teleoperations). Dort sitzen die Fahrer an einer Telefahrstation mit Lenkrad und -pedalen, die nach den Standards der Automobilindustrie entwickelt wurde. Über mehrere Bildschirme haben die Fahrer den Überblick über die Verkehrssituation.

In Las Vegas erhielt der Anbieter Anfang 2024 die Genehmigung für die kommerzielle Nutzung seines Tele-Mobilitätsdienstes. Über die Vay-App können Nutzer ein Elektrofahrzeug anfordern – Telefahrer bringt das Auto direkt zu ihnen. Wenn die Nutzer an ihrem Ziel angekommen sind, übernimmt ein Telefahrer das Fahrzeug wieder. Vorteil: Der Nutzer muss sich nicht mehr mit der Suche nach einem Parkplatz herumschlagen. Dieser differenzierte On-Demand-Autovermietungsservice eignet sich besonders für Personen, die Punkt-zu-Punkt- und Mehrfachfahrten absolvieren. Weil die Kunden von Vay selbst fahren, bedienen die Fernfahrer die Fahrzeuge nur zu Beginn und am Ende jeder Anmietung. Dieses Modell ermöglicht es jedem Telefahrer, mehr Kundenfahrten pro Stunde zu unterstützen und im Vergleich zu herkömmlichen Fahrdienstvermittlungsdiensten deutlich niedrigere Servicekosten zu erzielen.

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