Kraftstoff H2 Mobility schließt Wasserstoff-Tankstellen für Pkw

Von ampnet, gr 2 min Lesedauer

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H2 Mobility steigt aus der Pkw-Betankung aus und investiert in neue Tankstellentechnologie für Nutzfahrzeuge. Für diese Zielgruppe stehen zwei neue Standorte vor dem Start.

Aktuell gibt es in Deutschland lediglich von Toyota und Hyundai jeweils ein Pkw-Modell, das Wasserstoff tankt.(Bild:  H2 Mobility via aum)
Aktuell gibt es in Deutschland lediglich von Toyota und Hyundai jeweils ein Pkw-Modell, das Wasserstoff tankt.
(Bild: H2 Mobility via aum)

Mangels Nachfrage schließt H2 Mobility Ende des Monats elf kleinere Wasserstoff-Tankstellen mit 700-Bar-Technik für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Weitere elf Stationen sollen bis Ende Juni folgen. Das Unternehmen will sich in Zukunft vor allem auf die Versorgung von Transportern, schweren Lastwagen und Bussen konzentrieren, für deren Betankung andere Anforderungen gelten. Hier soll in Zukunft stärker investiert werden. H2 Mobility ist nach eigenen Angaben mit mehreren Marktteilnehmern im Gespräch, um zumindest einen Teil der Pkw-Stationen zu erhalten.

Zum 31. März schließen zunächst die H2-Stationen in:

  • Aachen,
  • Bad Rappenau,
  • Bonn,
  • Flensburg,
  • Geisingen,
  • Heidelberg (Speyerer Straße),
  • Mönchengladbach,
  • Neuruppin,
  • Potsdam,
  • Siegen und
  • Ulm.

Aktuell gibt es in Deutschland lediglich von Toyota (Mirai) und Hyundai (Nexo) jeweils ein Pkw-Modell, das Wasserstoff tankt, um damit in einer Brennstoffzelle Energie für den Elektromotor zu wandeln.

Wasserstoff für schwere Nutzfahrzeuge

Die künftige Ausrichtung von H2 Mobility orientiere sich an einem regionalen, nachfragebasierten Ausbau für leichte und schwere Nutzfahrzeuge, hieß es. In den kommenden sechs Monaten eröffnen zwei neue Standorte mit 350-, 500- und 700-Bar-Betankungsmöglichkeiten in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) und Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz). Die neue Tankstellengeneration steht für mehr Zapfsäulen, größere Wasserstoffmengen, die über ein Trailer-System bereitgestellt werden, und eine deutlich leistungsstärkere Technik.

In der Automobilindustrie hat das Thema Brennstoffzelle für Pkw derzeit keine Priorität. Die Hersteller sehen bislang kein wachsendes Interesse aufseiten der Käufer. Toyota – mit dem Modell Mirai ein Kompetenzträger in dieser Technologie – hat zuletzt klargestellt, dass man sich vorerst auf die Nutzfahrzeuge mit Brennstoffzelle konzentrieren werden. „Bei den Pkw sehen wir zumindest in den kommenden zehn Jahren kein signifikantes Marktvolumen“, hatte Matt Harrison, COO vonToyota Europe, jüngst betont.

An der Brennstoffzellen-Technik forscht Toyota gleichwohl weiter. Die Ende Februar vorgestellte dritte Generation der Wasserstoff-Brennstoffzelle soll mit doppelt so langer Haltbarkeit, um 20 Prozent höherer Effizienz und geringeren Kosten aufwarten als die aktuell im Mirai eingesetzte Technik.

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