Zulieferer betroffen Milliardenschäden durch Hacker

Von Holger Holzer/SP-X 2 min Lesedauer

Hacker beeinträchtigen nicht mehr nur die IT-Systeme für Büros und Verwaltungen – zunehmend ist die Produktion bedroht. Eine Studie sieht Gefahren vor allem für Zulieferer.

Cyberangriffe auf die Autoindustrie nehmen zu. In den meisten Fällen sind allerdings nicht die Autohersteller betroffen.(Bild:  Volkswagen)
Cyberangriffe auf die Autoindustrie nehmen zu. In den meisten Fällen sind allerdings nicht die Autohersteller betroffen.
(Bild: Volkswagen)

Cyberangriffe auf die Autoindustrie verursachen weltweit zunehmend reale Produktionsausfälle und hohe wirtschaftliche Schäden. Besonders verwundbar sind dabei laut dem Center of Automotive Management, CAM, die Zulieferer: Auf sie entfielen zuletzt 57 Prozent der registrierten Attacken, während Hersteller nur in knapp zehn Prozent der Fälle direkt betroffen waren. Insgesamt beliefen sich die Schäden 2024 auf mehr als 20 Milliarden US-Dollar – ungefähr zwanzigmal so viel wie noch 2022.

Nach Einschätzung der Experten treffen Cyberangriffe die Branche inzwischen nicht mehr nur in der Büro-IT, sondern direkt in der Fertigung und Logistik. Weil moderne Werke eng vernetzte IT- und Produktionssysteme, Cloud-Dienste sowie KI-gestützte Steuerungen nutzen, können Angriffe zugleich Robotik, Qualitätskontrolle, Lieferketten und Maschinensteuerung lahmlegen. Produktionsstillstände verursachten dabei teils Schäden in zweistelliger Millionenhöhe pro Tag, so CAM-Direktor Stefan Bratzel. 

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Beliebt: Cloud-Attacken, Ransom- und Malware

Als größte aktuelle Herausforderungen gilt in der Branche die Sicherheit in Cloud und Remote-Arbeit mit 19,5 Prozent sowie Ransomware- und Malware-Angriffe mit 19 Prozent, wie das CAM in einer Umfrage ermittelt hat. Dahinter folgen Datenschutz mit 16,5 Prozent, KI-basierte Bedrohungen mit 14,5 Prozent und Schwachstellen in vernetzten Fahrzeugen mit 14 Prozent. Als besonders kritisch gelten zudem veraltete Produktionssysteme, unzureichend getrennte Netzwerke, komplexe Lieferketten und fehlende Fachkräfte für die Absicherung in den Werken.

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