Evonik Haftvermittler für Hybridteile
Evonik hat einen Haftvermittler entwickelt, der auf Copolyamid-Basis hergestellt wird. Vestamelt soll die Verbindung von Stahl und glasfaserverstärkten Polyamiden deutlich verbessern.
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Zur Verbesserung von Leichtbausystemen werden vermehrt Hybridbauteile aus Metall und Kunststoff eingesetzt, z.B. bei Bauteilen wie Front-End-Trägern, Verstärkungsstrukturen im Dachbereich oder Heckklappen und auch bei kompakt umspritzten Bauteilen in Knotenbereichen der Rohkarosse.
Hybridbauteile, die mit dem Copolyamid-Haftvermittler Vestamelt hergestellt sind, können laut Evonik Industries bei gleicher Wanddicke eine höhere Kraft aufnehmen und werden bei gleicher Leistung leichter. Auch Hybridbauteile aus Stahl und Polyphthalamid sowie Metall-Metall-Verbindungen seien möglich.
Das Material ist über drei Verfahren zu verarbeiten: Als Granulat kann es direkt aus der Schmelze aufgebracht werden, d.h. es muss nicht zuvor eine Folie erstellt werden, die über einen zusätzlichen Energieeintrag appliziert wird. Als Pulver kann es über eine elektrostatische Beschichtung aufgebracht werden oder als Komponente eines Haftlackes im Coil-Coating-Verfahren zum Einsatz kommen. Die Beschichtung ist lagerfähig, so dass auch eine spätere Verarbeitung des Bauteils erfolgen kann, das dann beispielsweise auch außerhalb des Produktionszyklus gefertigt werden kann.
Bauteile mit dem Vestamelt-Primersystem besäßen eine hohe Chemikalienbeständigkeit, seien widerstandsfähig gegenüber Hitze und mechanischen Belastungen und könnten kataphoretisch tauchlackiert und verschweißt werden, teilte das Spezialchemieunternehmen weiter mit.
Evonik bietet im Bereich Kleben/Verbinden eine ganze Palette von Roh- und Hilfsstoffen für Verbindungen im Auto. „Bonding“ ist eine der Kompetenzen, die das Automotive Industry Team von Evonik unter dem Thema Lightweight Design bündelt.
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