Fusionspläne Honda und Nissan kommen nicht zusammen – Toyota hebt Gewinnprognose an

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Nissan hat die Fusionsgespräche mit Honda ausgesetzt. Japans größter Autobauer stabilisiert derweil seine Profitabilität.

Hauptsitz der Nissan Motor Co., Ltd. in Yokohama(Bild:  Nissan)
Hauptsitz der Nissan Motor Co., Ltd. in Yokohama
(Bild: Nissan)

Die Fusionspläne der beiden japanischen Autobauer Honda und Nissan drohen zu scheitern. Nissan werde die Fusionsgespräche mit Honda aussetzen, da bisher keine Einigung über die Bedingungen des Deals erzielt werden konnte, berichtete das japanische Wirtschaftsportal „Nikkei“ am Mittwoch. Beide Seiten hätten sich nicht auf eine Bewertung der zwei Unternehmen unter dem Dach einer Holding einigen können. Nissan habe zudem einen Vorschlag von Honda abgelehnt, Nissan als Tochtergesellschaft zu übernehmen.

Japans zweit- (Honda) und drittgrößter Autobauer verhandelten bisher angesichts des harten Wettbewerbs bei Elektrofahrzeugen über eine Fusion. Hierzu war eine Holding im Gespräch. Zusammen würden beide Unternehmen mit einem Absatz von mehr als acht Millionen Fahrzeugen den drittgrößten Autokonzern der Welt bilden und an Toyota und Volkswagen heranrücken. Ziel der Gespräche war es bislang, Ressourcen zu bündeln, um besser mit Tesla und chinesischen Elektrofahrzeugbauern konkurrieren zu können.

Vor allem Nissan steht wirtschaftlich unter Druck. Erst im November hatte das Unternehmen den Abbau von weltweit 9.000 Stellen angekündigt. Man werde unter anderem die globalen Produktionskapazitäten um 20 Prozent reduzieren und das Management neu organisieren, hieß es. Zudem senkte der Konzern mit weltweit 134.000 Beschäftigten erneut die Prognose.

Unterdessen hat Toyota seine Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr (per Ende März) angehoben. Nach einem Einbruch im dritten Geschäftsquartal signalisiert dieser Schritt Zuversicht für ein Anziehen der Geschäfte im Schlussquartal. Dennoch geht Toyota für 2024/25 weiter von einem Gewinnrückgang aus. Die Aktie legte in Tokio um bis zu 4,3 Prozent zu.

Das Management erwartet für das Geschäftsjahr nun ein operatives Ergebnis von 4,7 Billionen Yen (umgerechnet knapp 30 Milliarden Euro) anstelle von 4,3 Billionen Yen zuvor, wie das Unternehmen am Dienstag in Tokio mitteilte. Analysten hatten im Schnitt bereits 4,8 Billionen Yen auf dem Zettel. Einer robusten Nachfrage nach Hybridfahrzeugen in den USA steht ein schwächeres Geschäft in Japan und China gegenüber. Der Umsatz soll statt auf 46 Billionen nun auf 47 Billionen Yen steigen. Im Vorjahr hatte Toyota Erlöse von gut 45 Billionen Yen und ein operatives Ergebnis von 5,35 Billionen Yen erzielt.

Weniger Absatz – mehr Umsatz

Im dritten Geschäftsquartal bis Ende Dezember sackte der operative Gewinn um 28 Prozent auf 1,2 Billionen Yen ab und lag damit unter den Erwartungen der Analysten. Der Umsatz legte hingegen von 12 auf 12,4 Billionen Yen zu.

Toyota verkaufte im vergangenen Kalenderjahr 10,8 Millionen Autos und damit etwas weniger als die 11,2 Millionen aus dem Vorjahr. Das reichte jedoch, um die Position als weltgrößter Autohersteller vor Volkswagen zum fünften Mal in Folge zu verteidigen.

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