Humanoide Roboter Figure plant Serienfertigung humanoider Roboter

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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BMW hat im vergangenen Jahr humanoide Roboter von Figure in der Produktion getestet. Jetzt kündigt der Roboterhersteller eine Serienfertigung der Humanoiden an – mit ambitioniertem Ausblick.

Das Unternehmen Figure hat eine Großserienfertigung für humanoide Roboter angekündigt. Im Bild: Laserbeschriftung einer Komponente.(Bild:  Figure AI; Screenshot Thomas Günnel – Vogel Communications Group)
Das Unternehmen Figure hat eine Großserienfertigung für humanoide Roboter angekündigt. Im Bild: Laserbeschriftung einer Komponente.
(Bild: Figure AI; Screenshot Thomas Günnel – Vogel Communications Group)

Das Unternehmen Figure, Hersteller der gleichnamigen humanoiden Roboter, hat Ende März eine Großserienfertigung für humanoide Roboter angekündigt. Die „BotQ“ genannte Fabrik kann in der ersten Ausbaustufe laut Unternehmen bis zu 12.000 Humanoide jährlich herstellen; „deutlich mehr“ sollen es laut Unternehmen werden. Das herausstechende Merkmal der Fertigung: humanoide Roboter sollen künftig humanoide Roboter bauen, zumindest teilweise. „Die humanoiden Roboter von Figure werden in unserem Fertigungsprozess zum Bau weiterer humanoider Roboter eingesetzt. Dies wird noch in diesem Jahr geschehen“, teilt das Unternehmen mit. 
Figure will die Roboter demnach in der Montage von Komponenten der Produktionslinie einsetzen, außerdem für den Warentransport zwischen Stationen, „ohne sperrige und unflexible Fördersysteme installieren zu müssen“. Figure spricht dabei von einer „hybriden Belegschaft“. Nach und nach sollen mehr Roboter in der Fertigung arbeiten. So will das Unternehmen schneller produzieren und menschliche Eingriffe in repetitive Aufgaben minimieren. Das ambitionierte Ziel ist es, „den Grundstein für die Zukunft der autonomen Fertigung zu legen“.

Figure 03 konzipiert für einfache Fertigung

Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben inzwischen die nächste Robotergeneration zu Ende konstruiert: Figure 03. Der Produktionsroboter ist für eine kostengünstige Produktion in großen Stückzahlen ausgelegt. Dazu zählen weniger Teile und entsprechend weniger Fertigungsprozesse.
Herausfordernd war laut des Unternehmens der Aufbau der Lieferkette. „Humanoide Roboter verfügen im Gegensatz zu den meisten anderen Branchen nicht über etablierte Lieferketten mit verschiedenen Fertigungsstufen, die die Systemmodule fertigen. Dies führte letztendlich dazu, dass wir den Roboter fast vollständig von Grund auf neu entwickeln mussten, einschließlich Aktuatoren, Motoren, Sensoren, Akkupack und Elektronik“, beschreibt das Unternehmen.

Skalierbare Lieferkette

Die Montage der Kerntechnologie will Figure künftig inhouse durchführen: Aktuatoren, Hände, Akkus, Endmontage – auch, um Fertigung und Qualität im Auge zu haben. Bei Bedarf sollen externe Partner bei der Einzelteilfertigung unterstützen. Die sind so gewählt, dass sie mit dem Unternehmen wachsen können: „Unsere Lieferkette kann in den nächsten vier Jahren problemlos auf 100.000 Roboter oder drei Millionen Aktuatoren skaliert werden“, beschreibt Figure.

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