2021 hat Hyundai auf der LA Autoshow mit dem „Ioniq 7 Concept“ Ausblick auf ein großes Elektro-SUV gegeben. Drei Jahre später folgt auf gleicher Bühne die in Ioniq 9 umgetaufte Serienversion.
Hyundai zeigt in Los Angeles sein neues Elektro-SUV Ioniq 9.
(Bild: Hyundai)
Schlicht Ioniq 9 heißt das künftig größte Modell der Elektrofamilie auf Basis des von Hyundai und Kia genutzten E-GMP-Baukastens. Irgendwann zwischen Frühjahr und Sommer 2025 kommt der gut fünf Meter lange SUV mit Van-Charakter und der bislang größten Batterie der Koreaner nach Europa.
Der nach europäischen Maßstäben mächtig wirkende Ioniq 9 wird in den USA, dem wohl wichtigsten Absatzmarkt für dieses Modell, größentechnisch unauffällig bleiben. Die Front wirkt bullig wie bei einem Range Rover. Dazu kommen viele Leuchteinheiten im typischen Pixel-Stil der Marke.
Aerodynamisch optimiertes Design
Wer in der Seitenansicht ein kastenförmiges Format wie beim Technik-Bruder Kia EV 9 erwartet, wird überrascht. Beim Ioniq 9 steigt die Windschutzscheibe vergleichsweise flach an. Zudem verläuft das Dach in einem weiten Bogen, der nach hinten deutlich flacher wird und im Bereich mit der Heckklappe senkrecht abfällt. Diese Form und die sich nach hinten leicht verjüngenden Flanken sind Teil des aerodynamisch optimierten Designs. Darauf zahlen auch geglättete Flächen und Übergänge, der Verzicht auf eine physische Antenne im Dachbereich sowie digitale Außenspiegel ein. Diese Maßnahmen drücken den cW-Wert auf niedrige 0,26. Mit klassischen Außenspiegeln liegt er immer noch bei 0,27 und damit immerhin 0,01 unter dem des Schwestermodells Kia EV 9.
Selbstverständlich schließen die elektrisch ausfahrbaren Türgriffe des Ioniq 9 im geschlossenen Zustand bündig mit dem Türblech ab. Ebenfalls bündig sind die Buchstaben des Ioniq-Schriftzugs in der Heckklappe, auf der sich die für neuere Hyundai-Modelle typischen Pixel-Leuchtelemente wiederfinden.
Wie bei den anderen Ioniq-Modellen befinden sich im Pralltopf des Lenkrads vier weitere Pixel-Leuchten, die unter anderem als Ladeanzeige dienen. Weiter unten gibt es das Beschleunigungspedal mit dem +-Symbol. Freundlich helle Farben, das große Panorama-Glasdach und das viele Bereiche warm ausleuchtende Ambientelicht verleihen dem Innenraum einen wohnlichen Lounge-Charakter. Pfiffig gelöst ist die große, in Längsrichtung verschiebbare Mittelkonsole. Sie lässt sich für die Passagiere in den ersten beiden Reihen öffnen und verfügt über zwei Ablagefächer mit 5,6 und 12,6 Liter Volumen.
Das aufgeräumte Cockpit bietet ein in zwei Segmente unterteiltes XL-Display, das den Fahrer bogenförmig umgibt. Die hinter der digitalen Oberfläche verborgene Rechnertechnik sorgt für schnelle, flüssige Abläufe und zeitgemäße Vernetzung. Auch in Sachen KI-Integration, Over-the-Air-Updates oder Features on Demand braucht die Infotainment-Bühne keinen Vergleich zu scheuen.
Entspannte Ladepausen im Innenraum
Mit 3,13 Metern bietet der Ioniq 9 den längsten Radstand der E-GMP-Welt. Der entsprechend geräumige Innenraum ist immer dreireihig bestuhlt. Dabei kann der Kunde in der mittleren Reihe zwischen zwei Einzelsitzen oder einer Dreierbank wählen. In den ersten beiden Reihen ist das Platzangebot fürstlich, zumal kein Kardantunnel stört. Die vorderen vier Einzelsitze gibt es mit Liegefunktion, die vorderen beiden sogar mit ausklappbarer Fußstütze. So lassen sich Ladepausen entspannt verbringen. Alternativ lassen sich die drehbaren Sitze der zweiten Reihe nach hinten ausrichten. Dann können sich im Fond während der Pausen vier Personen gegenüber sitzen.
Durch einen raffinierten Klappmechanismus der zweiten Reihe lässt sich auch die dritte Reihe bequem erreichen. Der Entfaltungsspielraum ist hier allerdings etwas eingeschränkt. Hinter der Rückenlehne ist immerhin Platz für knapp 340 Liter Gepäck. Werden die Lehnen der dritten Reihe flachgelegt, erhöht sich der Stauraum nach VDA-Norm auf 900 Liter. Hinzu kommt ein gut 50 bis knapp 90 Liter großer Frunk.
Ioniq 9 mit mehr Leistung und Akkukapazität als EV 9
Der Ioniq 9 basiert zwar auf der bekannten E-GMP-Plattform, doch Hyundai setzt auf mehr Leistung und Batteriekapazität als beim Baukastenbruder EV 9. Im Fahrzeugboden ist eine 110-kWh-Batterie untergebracht, die mit drei Antriebsvarianten kombiniert werden kann. Den Einstieg markiert die heckgetriebene Version mit 160 kW, dazu kommen zwei Allradversionen mit wahlweise 70 kW oder 160 kW starkem Frontmotor. Damit leistet die Topversion 320 kW, 37 kW mehr als der stärkste EV 9, der es auf maximal 283 kW und 100 kWh Akkukapazität bringt.
Die Performance genannte Topversion beschleunigt in 5,2 Sekunden auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h. Dank der mächtigen Batterie bietet die RWD-Version bis zu 620 Kilometern Reichweite. Als vorläufigen Verbrauchswert gibt Hyundai für die einmotorige Antriebsvariante 19,4 kWh an. Mit 800-Volt-Architektur lässt sich die Batterie zügig laden: Bei 350 kW Leistung dauert es 24 Minuten (10 % auf 80 %). Über eine 230-Volt-Steckdose bietet der Ioniq 9 eine Vehicle-to-Load-Funktion.
Was der Ioniq 9 in Deutschland kosten wird, verrät Hyundai noch nicht. Eine ungefähre Vorstellung dürften aber die Preise des Kia EV 9 geben, die aktuell bei 72.500 Euro starten.
Stand: 08.12.2025
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