Die IAA wird den Besuchern in diesem Jahr weniger Autoschau bieten. Stattdessen wirbt die Messe mit mehr aktiven Erlebnissen und einer breiteren Produktpalette.
Mercedes war 2021 prominent auf dem Odeonsplatz vertreten.
(Bild: IAA Mobility)
Jürgen Mindel wird am 5. September mit Sicherheit ganz genau die Wettervorhersage studieren – und vielleicht sendet der Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Automobilindustrie (VDA) sogar noch ein schnelles Stoßgebet gen Himmel. Denn von der Witterung wird der Erfolg der diesjährigen IAA Mobility stärker abhängen als jemals zuvor in den fast 130 Jahren der wichtigsten Automesse des Kontinents.
Bildergalerie
Die Abhängigkeit von der Sommersonne liegt daran, dass die Veranstaltung weitgehend unter freiem Himmel stattfindet: Erstmals ist „für das breite Publikum allein die Münchner Innenstadt der Platz für die IAA“, so Mindel. Nur Fachbesucher und Medien treffen sich noch zu Kongressen, Präsentationen und Spezialthemen mit Herstellern, Zulieferern und Start-ups der Branche in sechs Hallen des Messegeländes am Stadtrand.
IAA bleibt weiterhin kostenlos
Die neuen Endverbraucher-Produkte also gibt es ausschließlich in der City zu sehen – und das immer gratis. Produkte, das trifft dabei mehr denn je den Kern der Sache. Denn die Messemacher werden 2023 wohl noch mehr Roller, E-Bikes oder Lastenräder rund um die zentralen Veranstaltungsflächen vom Odeonsplatz bis Königsplatz und Ludwigstraße bis zum Siegestor zeigen. Der erste Sichtkontakt mit der IAA wird so für einen Normalbesucher meist eines dieser Angebote sein.
Das hat zwei Vorteile: Zum einen wird dadurch die IAA noch stärker als Messe rund um die gesamte Mobilität sichtbar – und gerade für Auto-Skeptiker im öffentlichen Raum akzeptabler. Und zum anderen liegen die Flächen für die Biker dadurch meist näher am größten Park der Stadt, dem Englischen Garten.
Dort wird es erstmals auf einer fast vier Kilometer langen Teststrecke auch die Gelegenheit für alle Besucher geben, auf Rad auch Tat folgen zu lassen. Neue Autos, vorzugsweise elektrische, dürfen die Fans allerdings wieder auch auf den Straßen und Autobahnen rund um München testen.
„Wir sind eben keine klassische Automesse mehr“
Auf den zentralen Plätzen selbst wird schließlich trotz Diskussions- und Fahrradflächen das Auto wieder im Zentrum des Interesses stehen. Auch, wenn die Messeveranstalter mehr als je zuvor um ein einigermaßen umfassendes Bild kämpfen müssen.
Die VDA-Mitglieder Audi, BMW, Mercedes-Benz, Porsche, VW und Ford haben zwar ihr Erscheinen wieder zugesagt. Und aus China kommen sicher BYD, Hongqi oder Leapmotor, sehr wahrscheinlich auch Wey und Ora. Aber mit Hyundai, Kia, Genesis oder Polestar haben bisherige Aussteller die Rückkehr nach München noch nicht zugesagt.
Ebenso zeigen Newcomer wie Nio, Lucid, Lynk & Co oder Fisker der Messe noch die kalte Schulter. Vielleicht auch deswegen, weil diese Hersteller längst eigene Shops in der Münchner City haben, an denen die Besucher ohnehin vorbeikommen.
Auch wer von Ferrari, Lamborghini oder McLaren träumt, darf zu Hause bleiben. Diese Hersteller haben ihr Kommen ebenso abgesagt wie Peugeot, Fiat, Citroen, Jeep, Chrysler, General Motors, Toyota, Mazda, Honda, Suzuki, Jaguar oder Land Rover; Opel ist zumindest ein Wackelkandidat.
„Wir sind eben keine klassische Automesse mehr“, stellt Auto-Verbandschef Mindel nüchtern fest – und steht zum neuen Konzept. Da freut sich der Automann bestimmt auch schon auf die Wahl des „Cargobike des Jahres“, die auf der IAA Premiere feiert.
Mehr Gastronomie-Angebote und längere Öffnungszeiten
Bis 10. September sollen dank des breiteren Angebots deutlich mehr als die 300.000 City-Besucher der 2021er-Premiere in die Ausstellungen kommen. Damals lockte zwar durchgängiges Hochsommer-Wetter das Publikum an.
Aber in der Corona-Hochphase musste das Stand-Personal auch noch sicherstellen, dass nur Geimpfte, Genesene oder Getestete auf die Flächen kamen. Und das natürlich mit Maske und ohne Gedränge. All diese Regelungen fallen 2023 weg, genauso wie die Zäune um die meisten Präsentationen.
Stattdessen soll es nun mehr Gastronomie-Angebote geben, eine große Bühne am Königsplatz, zahlreiche Konzerte und Öffnungszeiten teils bis 22 Uhr. Mindel und die Messemacher träumen schon von der großen Sommerparty mitten in der Stadt. Zu der gibt es für Mobilitätsfreunde eigentlich nur drei ganz wichtige Empfehlungen.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Drei wichtige Tipps für Besucher
Erstens: Nicht mit dem Auto in die City kommen. Denn dort wird es noch weniger Parkraum als üblich geben und noch mehr gesperrte Straßen. Zweitens: Keinen Klebstoff mitbringen. Das könnte beim Sicherheitspersonal rund um die Stände bei einer Rucksack-Kontrolle zu unschönen Missverständnissen führen. Und drittens: Regencape einpacken. So lässt sich auch bei leichtem Spätsommer-Tröpfeln die IAA Mobility noch genießen.