Infun Infun Group baut in Hof

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Die spanische Infun Group will im Autozuliefererpark Hochfranken das weltweit modernste Werk zur Herstellung von Druckgussteilen aus Aluminium und Magnesium bauen.

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Im bayerischen Hof verkündeten Ministerpräsident Edmund Stoiber und Wirtschaftsminister Otto Wiesheu am Mittwoch, 17.07., die Ansiedlung der spanischen Infun Group und damit den "Durchbruch" für den geplanten Autozuliefererpark Hochfranken. Der Autozulieferer aus Spanien will dort das weltweit modernste Werk zur Herstellung von Druckgussteilen aus Aluminium und Magnesium bauen. Nach Angaben des Unternehmens sollen dort unter anderem Ölwannen für Audi in Ingolstadt produziert werden.

Bayerns Ministerpräsident betonte, dass nun ein seit drei Jahren andauerndes zähes Ringen zum Erfolg geführt habe. Stoiber: "Ein international renommiertes Zulieferunternehmen kommt nach Hof. Die Staatsregierung hat sich das Ziel gesetzt, mit dem Automobilzulieferpark Hochfranken an die große industrielle Tradition Oberfrankens anzuknüpfen und sie mit einer klaren Zukunftsperspektive zu verbinden.

Die Investitionsentscheidung von Infun zeigt, dass sich unser langer Atem und unsere Ausdauer gelohnt haben. "Kristallisationspunkt" des Zuliefererparks soll das "Automobil-Technikum" werden - ein vom Freistaat mit zehn Millionen Euro bezuschusstes Forschungszentrum für die Autoindustrie. Das Technikum sei die "bayerische Antwort" auf das Fördergefälle zu den angrenzenden Regionen, sagte Wiesheu: "Bei niedrigen Fördersätzen muss man nach intelligenten Lösungen suchen." Der Spatenstich für das Technikum soll laut Wiesheu bereits im September erfolgen, "weil nächstes Jahr im Sommer die Bude laufen muss".

Auch für das Druckgusswerk der "Infun Group" sollen die Bauarbeiten noch in diesem Jahr beginnen. Die Produktionshalle soll die Ausmaße von etwa fünf Fußballfeldern haben und bei Bedarf um die doppelte Größe erweitert werden. Bis nächstes Jahr sollen dort 34 Arbeitsplätze entstehen, bis zum Endausbau 2007 noch einmal 142.