Zulieferer Friedrich Henkel Feinmechanik stellt Insolvenzantrag

Von Automobil Industrie 1 min Lesedauer

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Der Zulieferer für Stanz- und Feinschneidteile hat die Sanierung im Insolvenzverfahren gestartet. Die Verhandlungen mit möglichen Investoren haben begonnen.

Die Friedrich Henkel Feinmechanik KG liefert überwiegend Stanz- und Feinschneidteile für die Automobilindustrie, vorwiegend für Lkw.(Bild:  Friedrich Henkel Feinmechanik KG)
Die Friedrich Henkel Feinmechanik KG liefert überwiegend Stanz- und Feinschneidteile für die Automobilindustrie, vorwiegend für Lkw.
(Bild: Friedrich Henkel Feinmechanik KG)

Auf einer Betriebsversammlung zu Beginn der vergangenen Woche hat der Geschäftsführer der Friedrich Henkel Feinmechanik KG, Peter Henkel, die 140 Mitarbeitenden darüber informiert, dass das Unternehmen beim Amtsgericht Offenbach am Main einen Insolvenzantrag gestellt hat.

Auf dem 20.000 Quadratmeter großen Betriebsgrundstück in Rodgau fertigt der Zulieferer überwiegend Stanz- und Feinschneidteile für die Automobilindustrie und beliefert sowohl OEMs als auch Tier-1-Lieferanten, vorwiegend für Lkw. Zuletzt hatte das Unternehmen eigenen Angaben zufolge noch erheblich in den Maschinenpark investiert. Das im Jahr 1945 gegründete Familienunternehmen ist aktuell der größte Arbeitgeber in Rodgau und hat zuletzt einen Jahresumsatz von fast 24 Millionen Euro erzielt.

Die Geschäftsführung und Führungsmannschaft um Peter Henkel ist zuversichtlich, das Unternehmen in einem Insolvenzverfahren neu aufzustellen. Den Verhandlungen mit möglichen Investoren, aber auch den Kunden und Lieferanten sieht er positiv entgegen. Man habe viel zu bieten, etwa einen hervorragenden Werkzeugbau, gute Produkte und vor allem viele motivierte, erfahrene und gut ausgebildete Mitarbeiter.

Fortführung des Unternehmens sei nicht gefährdet

Der vom Amtsgericht Offenbach am Main bestellte vorläufige Verwalter Rechtsanwalt Sebastian Netzel hat bereits mit seinem Team von Brinkmann & Partner und den hinzugezogenen Spezialisten der Digital CFO GmbH um Nikolaus Rupp seine Arbeit aufgenommen. „Wir haben bereits erste Gespräche mit Kunden und Lieferanten geführt. Das Echo war durchweg positiv“, fasst Sebastian Netzel zusammen.

Die Fortführung des Unternehmens sieht er derzeit nicht gefährdet. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter sind durch das Insolvenzgeld bis Ende April 2024 gesichert. „Es ist das Ziel, das Unternehmen strategisch und wirtschaftlich auf langfristig stabile Füße zu stellen“, betont Sebastian Netzel.

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