gesponsertAkkodis „Investitionen in die E-Mobilität sind richtig und wichtig“

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Peter Mehrle, Geschäftsführer der Akkodis in Deutschland, über die wichtigsten Projekte in den Jahren 2023/24 und die Auswirkungen der E-Mobilitätsflaute auf das aktuelle Geschäft.

Für das eigenentwickelte Urban Lifestyle Vehicle bekam Akkodis auf der IAA Mobility sehr viel Aufmerksamkeit.(Bild:  Akkodis)
Für das eigenentwickelte Urban Lifestyle Vehicle bekam Akkodis auf der IAA Mobility sehr viel Aufmerksamkeit.
(Bild: Akkodis)

Herr Dr. Mehrle, wie lautet Ihre Bilanz für die Akkodis bzw. die Akkodis Germany mit Blick auf das Geschäftsjahr 2023?

Peter Mehrle: Wir hatten ein herausforderndes Geschäftsjahr, in dem wir die Integration von AKKA und Modis vorangetrieben und erfolgreich zum Abschluss gebracht haben. Ich schaue sehr zufrieden zurück. Es hat sich bestätigt, dass die Themen IT und Engineering weiter zusammenwachsen.

Die Produkte werden mehr und mehr digitalisiert. Als Akkodis können wir uns hier nach dem Zusammenschluss sehr viel besser positionieren. Dabei ist es gelungen, unsere Führungsrolle in der Smart Industry zu bestätigen. In der Akkodis-Gruppe haben wir das Portfolio deutlich erweitert, zum Beispiel in den Bereichen Cybersecurity, Aerospace, Defence und Mobilität.

Mit welchen Maßnahmen haben Sie auf die vielfältigen Krisen der jüngeren Vergangenheit reagiert? Wie hat sich die Akkodis verändert?

Unser Credo lautet: Der Anpassungsfähige gewinnt. Wir wollen Technologievorreiter sein und neue Marktgegebenheiten schnell adaptieren. Die geopolitischen Spannungen betrachten wir mit Sorge. Letztlich müssen wir uns aber auf die Felder konzentrieren, die wir mitgestalten können. Unsere Kernaufgabe als Technologiedienstleister ist es, die deutsche Automobilindustrie in ihrer Transformation hin zur Digitalisierung und grüner Mobilität bestmöglich zu unterstützen. Verstärkt nachgefragt wurde hier unsere Technologieberatung. Schließlich wollen die Kunden sichergehen, dass ihre Investitionen in die richtigen Felder fließen.

Was waren Ihre beiden persönlichen Akkodis-Highlights in den vergangenen zwölf Monaten?

Dr. Peter Mehrle, Geschäftsführer der Akkodis in Deutschland(Bild:  Akkodis)
Dr. Peter Mehrle, Geschäftsführer der Akkodis in Deutschland
(Bild: Akkodis)

Ein Highlight war sicherlich die Erweiterung unseres „Digital Center of Excellence“ in Magdeburg. Wir fokussieren dort in der Softwareentwicklung, Datenanalyse, Cybersecurity und im Projektmanagement auf neue Kompetenzen, neue Skills und neue Talente, die von der Universität kommen und die wir direkt an das Unternehmen heranführen. Es macht sehr viel Spaß zu sehen, mit welcher Begeisterung unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort jeden Tag an die Arbeit gehen.

Ein weiteres Highlight war unser Auftritt auf der IAA Mobility in München. Wir haben dort sehr viel Aufmerksamkeit für unser digital vernetztes und nachhaltiges Mobilitäts-Ökosystem erfahren. Das disruptive Konzept setzt sich aus elektrisch betriebenen Verkehrsmitteln wie E-Bikes, E-Scootern oder E-Autos zusammen, mit der Akkodis Smart Battery als verbindendem Element.

Veranschaulicht haben wir das Konzept, unterschiedliche Batterietechnologien auf modulare Weise in einen standardisierten Rahmen einzubinden, mit unserem eigens entwickelten Urban Lifestyle Vehicle, kurz ULV.

Wie hat sich der Standort Magdeburg in den vergangenen sechs Monaten entwickelt?

Unsere Mitarbeiterzahl ist in dieser kurzen Zeit bereits von 50 auf 75 gestiegen. Mittel- bis langfristig wird die Zahl auf 200 anwachsen. Die Hochschulen und das Netzwerk vor Ort sind sehr gut. Außerdem ist der Wettbewerb um Fachkräfte noch nicht so hoch wie in der nahen Umgebung traditioneller Automobilstandorte. Unabhängig davon sehen wir den Großraum Magdeburg auch als einen attraktiven lokalen Markt, etwa durch die Ansiedlung der Halbleiterindustrie.

Und was ist seit Ihrem IAA-Auftritt passiert? Gibt es erste Anwendungen für das Smart-Battery-Konzept?

"Ein Batteriesystem, das unterschiedliche Zelltypen und -physiken managen kann, ist auch für unsere Bestandskunden hochinteressant."(Bild:  Akkodis)
"Ein Batteriesystem, das unterschiedliche Zelltypen und -physiken managen kann, ist auch für unsere Bestandskunden hochinteressant."
(Bild: Akkodis)

Vorneweg: Wir wollten mit dem Konzept zeigen, was durch Innovation möglich ist und neue Impulse für die Mobilität von morgen setzen. Wir wollen kein Batteriehersteller werden. Konkret haben wir durch das große Medienecho viele spannende Anfragen erhalten, auch von neuen Kunden aus für uns komplett neuen Branchen. Ein Apfelbauer aus Südtirol etwa hat Interesse bekundet, mit unserer Smart Battery seine Flotte zu elektrifizieren. Ein Batteriesystem, das unterschiedliche Zelltypen und -physiken managen kann, ist aber natürlich auch für unsere Bestandskunden hochinteressant. Typische Anwendungsfelder sehen wir zunächst in mobilen Ladestationen oder E-Scootern.

Welche Leistungen der Akkodis wurden zuletzt besonders nachgefragt?

Stark nachgefragt wird derzeit das fahrzeugnahe Testing, weil viele neue Modelle vor der Markteinführung stehen. Hier haben wir frühzeitig massiv in Testkapazitäten und Equipment investiert. Branchenübergreifend von hoher Bedeutung ist für uns das Thema Cybersecurity. Auch die künstliche Intelligenz und deren Anwendung in der Fahrzeugentwicklung treibt uns und unsere Kunden aktuell stark um. In der kürzlich veröffentlichten Studie „Leading through the great disruption 2024“ unserer Muttergesellschaft „The Adecco Group“, bei der 2000 C-Level-Teilnehmer befragt wurden, haben 37 Prozent der Führungskräfte gesagt, dass der Anteil an KI-Rollen in ihren Unternehmen in den nächsten zwölf Monaten signifikant wachsen wird. Dabei wollen 62 Prozent dieser Unternehmen Digitalexpertise von extern zukaufen oder neue Talente in diesem Bereich einstellen. Dies unterstreicht die Wichtigkeit von Technologiedienstleistern im Markt. Grundsätzlich sehen wir uns als Global Player, der seine Kunden weltweit mit zentralen Dienstleistungen unterstützt, und als lokaler Partner gleichermaßen, der mit fachlicher Expertise auch vor Ort Präsenz zeigt. Dabei wollen wir unsere Organisationsstruktur in dem Maße weiterentwickeln, wie wir die Verantwortlichkeiten für Niederlassungen und Kompetenzzentren stärken. Weniger Zentralismus, mehr Empowerment und Basisdemokratie, lautet hier das Motto.

Die E-Mobilität tritt – zumindest in Deutschland – gerade auf der Stelle. Manche OEMs korrigieren sogar ihre Elektrifizierungsstrategie. Welche Auswirkungen hat diese Entwicklung auf das Geschäft von Akkodis Germany?

Insgesamt wurde vielleicht etwas überschätzt, wie schnell der Markt reagiert und wie reif er für die E-Mobilität ist. Nichtsdestotrotz bleiben die Investitionen in die E-Mobilität richtig und wichtig, schlichtweg weil der Effizienzgrad beim E-Auto viel höher ist im Vergleich zu alternativen Antriebskonzepten. Für Akkodis wird sich durch die aktuelle Elektroflaute nicht allzu viel verändern. Gegebenenfalls wird das eine oder andere Projekt zeitlich etwas gestreckt. Größere Budgetverschiebungen zugunsten von Hybrid- oder Verbrennerfahrzeugen sehen wir nicht. Gleichwohl wird es auch noch lange Verbrenner geben, gerade in den Heavy-Duty-Applikationen.

Wie hat sich Ihr Auftragseingang generell entwickelt, im Vergleich zum Vorjahr?

Unsere Bücher sind gut gefüllt, wir liegen leicht über dem Vorjahr. Und wir sind zuversichtlich, dass die Entwicklung in die richtige Richtung weiter geht; in einigen Bereichen läuft es sehr gut, in anderen gibt es noch Potenzial. Im Vergleich zum Vorjahr konnten wir trotz nach wie vor hohem Preisdruck unsere Profitabilität leicht verbessern.

Welche Projekte und Themen haben für Akkodis Germany im Jahr 2024 die höchste Priorität?

Sehr wichtig ist für uns weiterhin die Diversifizierung des Geschäfts. Von dem damit verbundenen Wissenstransfer zwischen den Branchen profitieren alle unserer Kunden. In den vergangenen Jahren sind wir außerhalb der Automobilindustrie überdurchschnittlich gewachsen, sodass unsere Automotive-Umsätze heute noch bei etwa 60 Prozent liegen. Wir haben viele Anfragen als Systemintegrator. In die dafür notwendigen Technologie- und Engineering-Fähigkeiten haben wir in den vergangenen Jahren kräftig investiert. Genauso wie in das Thema übergreifende Software-Architektur, beispielsweise im Bereich Software-Defined Vehicle. Die stetige Fortbildung unserer Talente, sie mit neuen Technologien wie zum Beispiel der künstlichen Intelligenz vertraut zu machen, bleibt immens wichtig.

Mehr und mehr positionieren wollen wir uns auch beim Thema Cybersecurity, nicht zuletzt mit der Neueröffnung unseres Digital Hub in Wolfsburg im September dieses Jahres. Wir schaffen dort Platz für bis zu 700 Arbeitsplätze im Raum Wolfsburg. In den Labor- und Werkstattflächen können wir dort auch Prototypen testen und Simulationen etwa von Embedded Systems durchführen.

Zum Abschluss ein Blick auf die EDL-Branche als Ganzes: Was sind hier aktuell die großen Themen mit Blick auf Kompetenzen, Akquisitionen, Diversifizierung etc.?

Die Konsolidierung macht gerade eine Verschnaufpause, aber sie wird weitergehen – auch wenn nicht mehr so große Assets im Markt sind. Grundsätzlich wird die digitale Expertise auch für Engineering-Dienstleister immer wichtiger, zumal sehr viele Unternehmen hier Handlungsbedarf sehen und sich das digitale Know-how zukaufen werden. Als Akkodis verstehen wir das Auto, die Technologie, das Engineering sowie die Digitalisierung, die Software, die Cybersecurity, die KI und den technischen Zeitgeist. Das ist unsere Stärke.

An welchen Stellen sehen Sie eine besonders gute Perspektive für die Akkodis in den nächsten zwei bis drei Jahren?

Die Komplettheit ist einer unserer größten USPs. Gleichzeitig bringt die Verbindung von verschiedenen Industrien uns und unseren Kunden einen großen Mehrwert. Zum Beispiel, wenn wir Technologien, die in anderen Branchen bereits eine größere Rolle spielen, ins Auto transferieren – etwa die Quantentechnologie aus der IT oder den Autopilot aus der Luftfahrt. Diese Kompetenz können nur wenige Wettbewerber anbieten. Hier gilt es, anpassungsfähig und immer innovativ zu bleiben. Genau das ist unsere einzigartige Stärke. Und hierfür setze ich mich jeden Tag ein.

Dr. Peter Mehrle

ist seit 2022 Senior Vice President Germany von Akkodis. Der 41-Jährige studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Kaiserslautern und der ENSGSI in Frankreich. Von 2013 bis 2020 erwarb er an der University of Gloucestershire den Titel „Doctor of Business Administration“. Seine berufliche Laufbahn startete Mehrle im Jahr 2008. Er begleitete die Übernahme von MBtech durch AKKA und wechselte danach in die Finanzorganisation des Dienstleisters. 2021 wurde er CEO von AKKA Germany.

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