Cyberattacke Hacker greifen Kundendaten bei Jaguar Land Rover ab

Von Thomas Günnel dpa/thg 1 min Lesedauer

Bei einem Cyberangriff auf Jaguar Land Rover sind offenbar Kundendaten kompromittiert worden. Eine Hackergruppe bekannte sich zu der Attacke.

Eine Cyberattacke hat zu Produktionsausfällen bei Jaguar Land Rover geführt.(Bild:  Jaguar Land Rover)
Eine Cyberattacke hat zu Produktionsausfällen bei Jaguar Land Rover geführt.
(Bild: Jaguar Land Rover)

Bei einem Cyberangriff gegen den britischen Automobilhersteller Jaguar Land Rover sind womöglich Kundendaten gestohlen worden. Wie das Unternehmen mitteilte, geht es nach laufenden Untersuchungen davon aus, dass „einige Daten“ betroffen seien.

„Unsere forensischen Ermittlungen werden zügig fortgesetzt, und wir werden betroffene Personen kontaktieren, wenn wir feststellen, dass ihre Daten betroffen sind“, heißt es in dem Statement der zum indischen Konzern Tata Motors gehörenden Firma. Vor wenigen Tagen gab es demnach noch keine Beweise, dass Kundendaten gestohlen wurden.

Produktion und Verkauf gestört

Vergangene Woche musste Jaguar Land Rover wegen des Cyberangriffs schwere Störungen bei Produktion und Verkauf hinnehmen. Mancherorts sei die Produktion weiter ausgesetzt, berichtete die Nachrichtenagentur PA. Das Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben rund um die Uhr daran, den Betrieb so schnell wie möglich wieder hochzufahren.

Wer hinter dem Cyberangriff stecken könnte, teilte der Autohersteller nicht mit. Mehrere große britische Unternehmen und Institutionen wurden in letzter Zeit zum Ziel von teilweise verheerenden Cyberattacken, darunter die Kaufhauskette Marks and Spencer und die British Library.

Hackergruppe bekennt sich zu Cyberangriff

Laut des britischen Guardian hat sich eine Gruppe englischsprachiger Hacker zu dem Angriff bekannt. Ein Kanal auf der Telegram-Plattform veröffentlichte laut der Zeitung einen Screenshot der offenbar internen IT-Systeme des Autoherstellers und einen Nachrichtenartikel mit Einzelheiten zum Cyberangriff.

Der Name des Telegram-Kanals ist laut Guardian eine Kombination aus drei englischsprachigen beziehungsweise im Westen ansässigen Hackergruppen namens „Scattered Spider“, „Lapsus$“ und „ShinyHunters“ Scattered Spider ist ein Hackerkollektiv das für Angriffe auf die britischen Einzelhändler M&S, Co-op und Harrods in diesem Jahr verantwortlich gemacht wird. Im Juli wurden vier Personen in Großbritannien festgenommen, darunter drei Teenager. (thg)

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