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Lamborghini Miura: „Ferrari verscheuchen“

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Chronik Lamborghini Miura 1963 bis 1968

  • 1963: Lamborghini geht mit der Vorstellung des Prototypen 350 GTV als Sportwagenhersteller an den Start
  • 1965: Auf dem Turiner Salon debütiert ein Miura-Vorbote als Chassis unter dem Codenamen P 400. P steht dabei für „posteriore“ und 400 für den Hubraum in Kubikdezimetern. Der P 400 steht auf einem gelochten und daher leichtgewichtigen Kastenrahmen, der ebenso wie das Fahrwerk eine Gemeinschaftsentwicklung von Giampaolo Dallara, Paolo Stanzani und dem Ex-Maserati-Rennmechaniker Bob Wallace ist. Für das Design des Miura zeichnet Nuccio Bertone verantwortlich, der seinen Mitarbeiter Marcello Gandini mit der Formenfindung beauftragt. Allerdings beansprucht auch Gandinis Vorgänger bei Bertone, Giorgio Giugiaro, Anspruch auf Designmerkmale des Miura
  • 1966: Auf dem Genfer Salon feiert ein seriennaher Prototyp des Miura Weltpremiere. Das Fahrzeugmodell wurde nach Antonio Miura, einem Kampfstierzüchter, benannt. Ausführliche Testfahrten mit Vorserienmodellen erfolgen ab Mai. Die Serienversion des Miura debütiert im Herbst auf dem Pariser Salon. Die Marke Lamborghini durchbricht die „Produktionsschallmauer“ von 100 Einheiten pro Jahr, darunter sind allerdings erst zwei Miura
  • 1967: Lamborghini verkauft 111 Miura. Maserati lanciert den konkurrierenden Ghibli
  • 1968: Auf dem Brüsseler Salon feiert der Miura Roadster (auch Spider oder Spyder genannt) Weltpremiere. Der in metallic-azure lackierte Prototyp geht aber nicht in Serie und wird verkauft an die ILZRO (International Lead Zinc Research Organisation), die ihn als Marketingträger nutzt und den Roadster in metallic-bright-green umlackieren lässt. Nach einer später erfolgten Restaurierung ist der Miura Roadster Publikumsmagnet im Boston Transportation Museum. Im Dezember erfolgt der Vertriebsstart des Miura S (P 400) mit den äußeren Erkennungszeichen verchromter Fensterrahmen. Technisch wartet der Miura S mit einer überarbeiteten Hinterradaufhängung und innenbelüfteten Bremsscheiben auf sowie nunmehr 272 kW/370 PS Motorleistung.
    Damit bleibt der Miura in Medien und bei Sportwagenenthusiasten der Maßstab auch nach dem Debüt des Ferrari 365 GTB 4 Daytona auf dem Pariser Salon. Bob Wallace wird von Lamborghini zum „head-test-driver“ ernannt. Bei Straßen-Testfahrten erzielte er folgende Bestwerte: In unter einer Stunde von Rom nach Neapel (230 km Distanz), von Mailand nach Modena in 38 Minuten (170 km Distanz). Die Zeiten wurden durch die jeweiligen Autobahnkassenstellen registriert. Das deutsche Steinwinter-Team setzt Miura mit Gerhard Mitter bei Motorsportveranstaltungen ein, u.a. auf dem Nürburgring, allerdings ohne nennenswerte Erfolge. In den USA und Großbritannien starten ebenfalls Miura bei Clubrennen, jeweils ohne große Erfolge. Rund 200 Miura rollen in diesem Geschäftsjahr aus den Werkshallen

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