ZF Friedrichshafen

Leichtbau für Pkw und Lkw

Seite: 4/4

Anbieter zum Thema

Bremspedal aus Organoblech

Auf der Suche nach Gewichtsparpotenzialen schauen die OEMs heute auf jedes Detail. Selbst vergleichsweise geringe Gewichtseinsparungen einzelner Komponenten sind willkommen, denn summiert über das ganze Fahrzeug ergeben sie teils deutliche Gewichtsreduktionen.

Preisgekrönter Leichtbau: Für ein Pkw-Bremspedal in Hybridbauweise erhielt ZF den „Composite Innovations Award 2011“ der CFK Valley Stade Convention.
Preisgekrönter Leichtbau: Für ein Pkw-Bremspedal in Hybridbauweise erhielt ZF den „Composite Innovations Award 2011“ der CFK Valley Stade Convention.
(ZF Friedrichshafen)

Mit einem aus Organoblech und Spritzguss gefertigten Leichtbau-Bremspedal demonstriert ZF, wie sich ohne Einbußen bei der Belastbarkeit etwa 50 Prozent Gewicht im Vergleich zu einem herkömmlichen Bremspedal aus Stahl einsparen lassen. Organobleche sind endlosfaserverstärkte, thermoplastische Kunststoffe, die sich durch hohe Festigkeit und Steifigkeit auszeichnen. Durch die Herstellung im Spritzgieß-Verfahren lässt sich das Pedal zudem einfacher, das heißt in weniger Prozessschritten herstellen als konventionelle Pedale. Gleichzeitig ist das von ZF eingesetzte Material voll recyclingfähig. Wohl auch aus diesem Grund bekam das Organoblech-Hybrid-Bremspedal den „Composite Innovations Award 2011“ der CFK Valley Stade Convention zuerkannt.

Achssysteme in Leichtbauweise

Die Studie einer Pkw-Hinterachse mit radführender Querblattfeder aus glasfaserverstärktem Kunststoff zeigt aber auch: ZF hat heute schon die Kompetenz, komplette Achssysteme aus leichteren Werkstoffen herzustellen.

Die radführende Querblattfeder (hier grün) übernimmt in der ZF-Leichtbauachse Lenker- und Federungsfunktion (Hub- und Wankfederung).
Die radführende Querblattfeder (hier grün) übernimmt in der ZF-Leichtbauachse Lenker- und Federungsfunktion (Hub- und Wankfederung).
(ZF Friedrichshafen)

Die Gewichtsersparnis von zwölf bis 15 Prozent im Vergleich zu einer Hinterachse in konventioneller Stahlbauweise ist dabei nicht der einzige Vorzug: Im Gegensatz zum komplexen Mehrlenker-Konzept übernimmt in der ZF-Studie ein Bauteil – die radführende Querblattfeder – Radführung, Hub- und Wankfederung.

Geringere Komplexität

Durch diese Integration nimmt die Komplexität der Achse ab, ihr Einbau ist für die OEMs weniger aufwendig. Weniger Bauteile bedeuten zudem noch weniger Gewicht. Möglich macht dies das extrem leichte und elastische GFK: In einem sorgfältigen Entwicklungsprozess fanden die Ingenieure die passende Faser-Kunststoff-Kombination für eine neue Hinterachsarchitektur. Die Studie ist dabei mehr als ein bloßer Know-how-Beweis: Bei vergleichbarem Komfort und Kostenaufwand kann sie künftig wirtschaftlich in Großserie produziert werden.

(ID:34992480)