Zelltechnik Desten stellt schnellladefähige LFP-Zelle vor

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Der Batteriehersteller Desten hat eine superschnell ladende Lithium-Eisenphosphat-Zelle vorgestellt, die innerhalb von sechs Minuten von 20 auf 80 Prozent laden soll.

Die neue Batteriezelle von Desten soll innerhalb von sechs Minuten von 20 auf 80 Prozent SOC laden.(Bild:  Desten Inc.)
Die neue Batteriezelle von Desten soll innerhalb von sechs Minuten von 20 auf 80 Prozent SOC laden.
(Bild: Desten Inc.)

Lithium-Ionen-Akkus sind in der Automobilindustrie Stand der Technik. Gerade in China hat sich als Alternative eine Zusammensetzung aus Lithium-Eisenphosphat (LFP) etabliert. Dieses Konzept verfolgt auch der Batteriehersteller Desten aus Palo Alto in Kalifornien geht. Zu den Vorteilen von LFP-Batterien gehören Eigenschaften eine lange Lebensdauer (vor allem für Anwendungen mit hohen Zyklen), eine gute thermische Stabilität, was den Akku sicherer macht, sowie eine geringe Selbstentladungsrate.

Auf der Negativseite wiederum bieten LFP-Akkus eine geringere Nennspannung von 3,2 V und können wegen einer geringeren Energiedichte als in vergleichbaren Lithium-Ionen-Akkus weniger Energie pro Gewichtseinheit speichern. Das bedeutet, dass LFP-Batterien durchaus größer und schwerer ausfallen können, als andere Li-Ionen-Akkus, deren Nennspannung meist bei 3,7 V liegt.

Traditionelle LFP-Batterien, diese Technik wird schließlich seit den 2010er-Jahren erforscht und verfeinert, litten zudem unter einer begrenzten Schnellladefähigkeit. Dass das nicht so sein muss, zeigen unter anderem die Ingenieure von Desten.

Eine superschnell ladende 6C-LFP-Zelle

Mit ihrer schnell ladenden LFP-Zelle wollen die Entwickler von Desten eigenen Worten zufolge nicht viel weniger, als Transport und Energiespeicheranwendungen revolutionieren.

Die am 17. November 2023 vorgestellte LFP-Zelle im Pouch-Format verfügt über die Fähigkeit, innerhalb von sechs Minuten vom Ladezustand (State of Charge, SOC) von 20 Prozent auf 80 Prozent geladen werden zu können. Das verkürzt unter anderem die Ladezeiten für Elektrofahrzeuge. Erste Muster sollen bereits an OEM-Partner versendet worden sein. (sp)

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