Rohstoffe Livista Energy baut Lithium-Raffinerie in Emden

Aktualisiert am 04.10.2023 Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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Livista Energy Europe hat den Zuschlag für eine hafennahe Fläche in Emden erhalten – und baut dort ihre erste europäische Lithium-Raffinerie. Ein Grund für den Standort ist laut des Unternehmens „der Zugang zu einem hohen Volumen an erneuerbaren Energien“.

Das luxemburgische Unternehmen Livista baut seine erste europäische Lithium-Raffinerie am Wybelsumer Polder in Emden. Bild: Rendering einer Fabrik von Livista.(Bild:  Livista Energy)
Das luxemburgische Unternehmen Livista baut seine erste europäische Lithium-Raffinerie am Wybelsumer Polder in Emden. Bild: Rendering einer Fabrik von Livista.
(Bild: Livista Energy)

Livista Energy Europe wird ihre erste kohlenstoffarme Lithium-Raffinerie in Deutschland am Wybelsumer Polder im niedersächsischen Emden bauen. Sie soll im Jahr 2026 den Betrieb aufnehmen. Bereits im Juni hatte Livista Emden als neuen Standort benannt. Am 2. Oktober hat das Unternehmen nach eigenen Angaben einen Pachtvertrag für eine 32 Hektar große Fläche in der Nähe des Hafens mit dem Hafenbetreiber Niedersachsen Ports unterzeichnet.

„Unsere erste Anlage wird genügend Lithium in Batteriequalität für die Produktion von 850.000 Elektrofahrzeugen pro Jahr liefern“, sagte Daniel Bloor, Geschäftsführer der Livista Energy Europe, bereits im Juni. Die „klare Politik in Richtung Elektrifizierung und Batteriezellenproduktion“ habe den Ausschlag für den Standort gegeben; außerdem „der Zugang zu einem hohen Volumen an erneuerbaren Energien“.

Verschiedene Rohstoffe zu Lithium veredeln

Die Anlage kann laut Unternehmen alle Arten von Lithium-Quellen und Rohstoffen veredeln. Dazu zählen Spodumen-Gestein aus Australien und Afrika, Solen aus Südamerika und Lithium-Zwischenprodukte wie Li-Sulfat oder Li-Carbonat in technischer Qualität aus recycelten Batteriematerialien.

In reinen Produktionsmengen kann die Raffinerie anfänglich bis zu 40.000 Tonnen Lithiumprodukte in Batteriequalität pro Jahr produzieren. Davon sind 30.000 Tonnen Li-Hydroxid und 10.000 Tonnen Li-Carbonat, LCE. Bei einer möglichen Erweiterung könnte sich die Produktionskapazität laut Unternehmen verdoppeln.

Unterstützung vom Land Niedersachsen

Seit Juni 2023 hatte Livista mit dem Hafenbetreiber Niedersachsen Ports um die Nutzung eines hafennahen Grundstücks verhandelt. Beide Parteien hatten sich auf die wesentlichen Eckpunkte des ausstehenden Vertrags geeinigt – lediglich die Zustimmung des Aufsichtsrats von Niedersachsen Ports stand aus.

Niedersachsens Minister für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitales, Olaf Lies, und Livista-Geschäftsführer Daniel Bloor hatten zuvor eine Absichtserklärung unterschrieben. Das Bundesland Niedersachsen sage dem Unternehmen darin seine Unterstützung zum Umsetzen des Projekts am Standort Emden zu.

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