Sportwagen Lotus-Chef: „Unser Ziel bleibt das exklusive Erlebnis“

Von Tomas Hirschberger/SP-X 1 min Lesedauer

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Lotus gehört seit 2017 zu Geely. Es gibt nun SUVs und Hybridantriebe. Lotus-Chef Qingfeng Feng beschreibt, wie viel Lotus künftig noch im Lotus steckt.

Lotus-Chef Qingfeng Feng will weiterhin exklusive Modelle anbieten.(Bild:  Lotus)
Lotus-Chef Qingfeng Feng will weiterhin exklusive Modelle anbieten.
(Bild: Lotus)

Herr Feng, seit 2017 gehört Lotus mehrheitlich zu Geely. Wie groß ist der Einfluss des Konzerns auf Produkt, Design und Technologie? Gibt es rote Linien?

Feng: Globale Ressourcen helfen uns natürlich, Innovationen schneller zu skalieren – etwa in der Lieferkette, bei der Softwareentwicklung oder in der Produktionsstruktur. Doch die Lotus-Produktdoktrin, die Lotus-DNA ist nicht verhandelbar: Lenkungs- und Fahrwerksgefühl, fahrerzentrierte Ergonomie und die Performance stehen immer an erster Stelle. Unternehmensweite Straffungen dienen der Effizienz, nicht der Vereinheitlichung. Und es ist ganz wichtig zu betonen, dass bei den Produkten Lotus die Freigabe ausschließlich nach Lotus-Standards erteilt.

Planen Sie höhere Stückzahlen oder bleibt Exklusivität die treibende Kraft?

Wir werden unsere Reichweite mit „Electric-First“-Hybriden erweitern, um regionale Anforderungen zu erfüllen. Doch unser Ziel bleibt das exklusive Erlebnis, einen Lotus zu fahren. Lotus wird definitiv nicht auf massenhafte, austauschbare Volumenproduktion oder Produkte setzen. Wir werden nur dort gezielt skalieren, wo es uns nutzt, weiter in fahrerorientierte Ingenieurskunst zu investieren. Der Plan ist ein ausgewogenes Portfolio, Elektrofahrzeuge und X-Hybride, das der Marktnachfrage entspricht, ohne den Markenkern zu verwässern.

Welche Segmente will Lotus erreichen; und gibt es Konzepte für das autonome Fahren?

Unser Leitstern ist die Rolle als Innovationsführer für fahrerorientierte, elektrifizierte Performance. Man kann ein Portfolio erwarten, das weiterhin „Electric-First“ bleibt, gleichzeitig aber Hybridlösungen nutzt, wo sie hilfreich sind, zum Beispiel bei der Infrastruktur oder der Reichweite. Wir werden die Lotus-Fahrdynamik weiterhin auf die Segmente anwenden, die wir jetzt bereits betreten, einschließlich der Performance-SUVs wie dem Eletre X. Autonomie und Konnektivität sollen den Fahrer unterstützen – aber niemals seine zentrale Rolle in einem Lotus ersetzen. Der Fahrer bleibt immer im Mittelpunkt und das Herz eines Lotus.

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