Taiwan
Foxconn im Fadenkreuz: Zu mächtig für China?

Von Henrik Bork 4 min Lesedauer

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Egal wie reich oder erfolgreich ein Privatunternehmer ist: In China hat er vor der Kommunistischen Partei zu kuschen. Und sollte auf keinen Fall als Präsidentschaftskandidat in Taiwan antreten. Dies ist die Botschaft, die Peking gerade an Foxconn-Gründer Terry Gou versandt hat.

Finanzbehörden in China ermitteln gegen Hon Hai (Foxconn).(Bild:  Foxconn /Puddingworld / CC BY-SA 4.0)
Finanzbehörden in China ermitteln gegen Hon Hai (Foxconn).
(Bild: Foxconn /Puddingworld / CC BY-SA 4.0)

Terry Gou ist ein Milliardär aus Taiwan. Seine Firma „Honhai Precision Industry Co., Ltd.“ ist international unter dem Markennamen Foxconn als größter Auftragsfertiger für Elektronikprodukte bekannt. So entstehen etwa die meisten Apple iPhones in den riesigen Fertigungshallen des Konzerns. In der Volksrepublik China beschäftigt das Unternehmen fast 800.000 Angestellte – und ist damit der größte private Arbeitgeber nicht nur in der chinesischen Elektronikindustrie, sondern im gesamten Land. Ohne Frage ist Gou nicht irgendwer – und in den Augen der zentralistischen Führung des Einparteienstaates offenbar zu mächtig geworden. Deswegen hat diese ihm nun einen Denkzettel verpasst.

Ähnlich wie bei Jack Ma, dem Milliardär mit Rockstar-Status und Gründer von Alibaba, haben die Probleme von Terry Gou nun mit unspektakulär klingenden „Untersuchungen“ chinesischer Behörden begonnen. Wie weit sich seine Probleme von da aus ausweiten werden, ist momentan noch nicht abzuschätzen.