Fabrikautomation Milliardendeal: ABB verkauft Robotiksparte an Softbank

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Der schweizerische Technologiekonzern ABB hat angekündigt, seine Robotiksparte für etwa 5,4 Milliarden US-Dollar an Softbank zu verkaufen. Entsprechend steht deren Börsengang vorerst nicht mehr zur Debatte.

ABB veräußert die Robotiksparte an Softbank.(Bild:  ABB Group)
ABB veräußert die Robotiksparte an Softbank.
(Bild: ABB Group)

Am 8. Oktober 2025 verkündete der schweizerische Technologiekonzern ABB den geplanten Verkauf der unternehmenseigenen Robotiksparte an das japanische Tech-Konglomerat Softbank. Gemäß den behördlichen Genehmigungen soll die Transaktion für 5,375 Milliarden US-Dollar abgeschlossen werden. Es wird erwartet, dass die Transaktion Mitte bis Ende 2026 abgeschlossen sein wird.

Als Resultat dieser Änderungen kommt es bei ABB zu einigen geschäftlichen Umstrukturierungen. Mit dem 4. Quartal 2025 wird die Robotiksparte als „Discontinued Operations“ geführt, während die Automatisierungssparte „Machine Automation Division“ Teil des Bereichs Prozessautomatisierung wird. Die ABB-Robotiksparte beschäftigt rund 7.000 Mitarbeiter. Mit einem Umsatz von 2,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 machte sie etwa 7 Prozent des Umsatzes der ABB-Gruppe aus und erzielte eine operative EBITA-Marge von 12,1 Prozent.

„Die nächste Herausforderung für Softbank ist die physische KI“, kommentierte Masayoshi Son, Vorsitzender und CEO von Softbank. „Gemeinsam mit ABB Robotics werden wir Weltklasse-Technologie und -Talente unter unserer gemeinsamen Vision vereinen, künstliche Superintelligenz und Robotik verschmelzen – und damit eine bahnbrechende Entwicklung vorantreiben.“ Das Zentrum der Informationsrevolution hat sich mit KI in eine neue Phase begeben, heißt es vonseiten Softbank. In diesem Zusammenhang hat sich das Unternehmen eigenen Angaben zufolge zur Aufgabe gemacht, künstliche Superintelligenz (ASI) zum Wohle der Menschheit zu verwirklichen.

ABB-Verwaltungsratspräsident Peter Voser erklärte, das Angebot von Softbank sei vom Vorstand sorgfältig geprüft und mit der ursprünglich geplanten Abspaltung verglichen worden. Es spiegle die langfristige Stärke der Robotiksparte wider und werde sofortigen Mehrwert für die Aktionäre schaffen. An der übergeordneten Unternehmensausrichtung ändere sich nichts – ABB werde seine langfristige Strategie in den Bereichen Elektrifizierung und Automatisierung konsequent weiterverfolgen. (sb)

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