Aftermarket Mercedes Tomorrow XX: Mehr Recycling, leichtere Reparaturen

Von Holger Holzer/SP-X 1 min Lesedauer

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Auch wenn die CO-Vorgaben der EU offenbar gelockert werden: Die Autohersteller wollen ihre Produkte und deren Herstellung nachhaltiger machen. Mercedes stellt vor, wie das gehen könnte.

Tomorrow XX: Neues wegweisendes Technologieprogramm zur Dekarbonisierung aller Bauteile und Materialien eines Fahrzeugs(Bild:  Mercedes-Benz AG)
Tomorrow XX: Neues wegweisendes Technologieprogramm zur Dekarbonisierung aller Bauteile und Materialien eines Fahrzeugs
(Bild: Mercedes-Benz AG)

Mercedes will seine Autos über den kompletten Lebenszyklus nachhaltiger machen. Wie das gelingen soll, zeigt der Konzern nun mit dem Technologieprogramm „Tomorrow XX“. In dessen Rahmen präsentiert der Autobauer jetzt rund 40 Bauteil- und Materialkonzepte – von verschraubten, reparaturfreundlichen Scheinwerfern über neue lösbare Verbindungstechniken im Interieur bis zu Recycling-Ansätzen bei Kunststoffen, Aluminium und Stahl.

Der Konzern stellt das Programm als nächsten Schritt seines ganzheitlichen „XX“-Ansatzes dar, betont aber zugleich, dass ein großer Teil der gezeigten Lösungen bisher nicht serienreif ist und Angaben zur Umweltwirkung teils auf internen Berechnungen beruhen. Wie schnell und in welcher Breite sich die Konzepte in die Großserie überführen lassen, bleibt offen – ebenso, welche Mehrkosten durch neue Materialpfade, Demontage-Konzepte oder die teils aufwendige Sortenreinheit in der Praxis entstehen könnten.

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Mehr Monomaterialien, mehr Recycling, weniger CO

Im Detail geht es um den Einsatz von mehr Monomaterialien statt schwer trennbarer Verbunde, höhere Rezyklatanteile, neue Recyclingkreisläufe sowie die Abkehr von CO-intensiven Produktionsprozessen. Beispiele sind ein PET-„Monosandwich“ für Interieurteile oder CO-reduzierter Stahl. Bei Batterien verweist Mercedes auf Lieferketten- und Prozessmaßnahmen – unter anderem Grünstrom-Vorgaben, Trockenbeschichtung - sowie eine Pilot-Recyclinganlage in Kuppenheim.

Mit dem Bemühen um weniger negative Umweltfolgen steht Mercedes nicht allein. BMW hat mit dem Konzept i Vision Circular schon 2021 „Design for Circularity“ als Leitbild betont und eine hohe Recyclingfähigkeit über reduzierte Materialvielfalt in den Mittelpunkt gestellt. Audi verfolgt mit dem Projekt „MaterialLoop“ seit 2023 einen ähnlichen Pfad, Renault bündelt Kreislaufwirtschaft in Flins in der „Refactory“ als industriellem Ökosystem.

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