IAA "New Steel Body " wird vorgestellt

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Die ThyssenKrupp Stahl AG setzt große Erwartungen in den "New Steel Body" und kündigt "eine völlig neue Lösung für den Konzeptleichtbau mit Stahl" an.

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"Die Automobilindustrie ist die wichtigste Kundengruppe und der Technologietreiber für den Stahlbereich von ThyssenKrupp", betonte Ulrich Jaroni mit Blick auf den eigenen Anspruch, der da lautet "Wir denken Stahl weiter". Da tue sich einiges. So werde TKS auf der im September anstehenden Internationalen Automobil Ausstellung der Öffentlichkeit "eine völlig neue Lösung für den Konzeptleichtbau mit Stahl" vorstellen, den New Steel Body auf der Basis eines Großserienfahrzeuges.

Diese Lösung verbinde Gewichtsminimierung - bis zu 25 Prozent - und hohe Sicherheit in geradezu idealer Weise, sei, so Jaroni, "nahezu kostenneutral im Vergleich zu Stahl konventioneller Anwendung" und deutlich günstiger als Aluminium. "Große Erwartungen setzen wir in den New Steel Body, den wir erstmals im September auf der IAA in Frankfurt präsentieren", erklärte Dr. Ulrich Jaroni, im Vorstand der ThyssenKrupp Stahl AG (TKS)verantwortlich für die Division Auto, vor Journalisten am Donnerstag, 28.08., in Duisburg.

TKS sieht darin "eine völlig neue Lösung für den Konzeptleichtbau mit Stahl". Diese Lösung verbinde Gewichtsminimierung - bis zu 25 Prozent - und hohe Sicherheit in geradezu idealer Weise, sei, so Jaroni, "nahezu kostenneutral im Vergleich zu Stahl konventioneller Anwendung" und deutlich günstiger als Aluminium. Allerdings werde sich dieses Konzept wirtschaftlich frühestens im kommenden Jahrzehnt niederschlagen.

Denn es kommt nach Ansicht Jaronis erst in der nächsten Autogeneration - also in etwa sechs Jahren - zum serienmäßigen Einsatz. Der New Steel Body ist als eine komplette, gewichtsoptimierte Rohkarosserie (Space Frame) aus Stahl konstruiert. Als Referenzfahrzeug wurde der Zafira Compact-Van von Opel ausgewählt, der in einer Stückzahl von 200.000 produziert wird. Stolz zeigt sich Jaroni insbesondere hinsichtlich des Crashverhaltens Vans.

Hier seinen Bestnoten erreicht worden. Dabei seien größtmögliche Gewichtseinsparung bei detaillierter Vergleichbarkeit mit dem Referenzmodell und der Nachweis der Großserientauglichkeit des Ansatzes die zentralen Ziele gewesen. "Mit dem New Steel Body wurden 24 Prozent Gewichtseinsparung erreicht, und zwar hauptsächlich durch eine Mischung von klassischer Schalen- und innovativer Profilbauweise. Etwa die Hälfte der Rohkarosserie besteht aus Pressteilen, die andere Hälfte ist auf der Basis geschlossener dünnwandiger Hohlprofile auf der Grundlage von Tailored Tubes sowie innovativen Walz- und Davexprofilen konstruiert worden.

Die Profile werden durch großserientaugliche Knotenverbindungen miteinander verknüpft", erläuert Jaroni das neue Projekt. Nach Ansicht von TKS sind vor allem die vorderen Längsträger aus Tailored Tubes mit konischer Geometrie ein technisches Highlight, die eine deutlich verbesserte Energieaufnahme im Crashfall gewährleisten soll. Dabei machen hochfeste Stähle einen Anteil von 84 Prozent aus. Der Laseranteil beträgt 68 Prozent. "Zudem konnten wir das New Steel Body-Projekt so angelegen, dass alle eingesetzten Technologien, Werkstoffe und Bauteile problemlos in die Serienproduktion integriert werden können.

Das Konzept ist sehr variabel und trägt damit der Strategie unserer Automobilkunden Rechnung, auf einer Plattform mehrere Varianten wie Limousinen, Kombis, Minivans oder Cabrios zu realisieren. Ein zusätzliches Plus können wir bieten: Das Konstruktionsprinzip ist nahezu kostenneutral gegenüber bisherigen Stahlbauweisen, aber deutlich preisgünstiger als Aluminiumlösungen", erklärte Dr. Jaroni.