Chipkrise Nexperia-Engpass könnte Autowerke stoppen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Lieferprobleme beim Chiphersteller Nexperia könnten die Produktion deutscher Autobauer ins Stocken bringen. Der VDA warnt vor möglichen Produktionsstopps.

BMW-Produktion in Leipzig(Bild:  Christoph Busse/BMW)
BMW-Produktion in Leipzig
(Bild: Christoph Busse/BMW)

Die deutschen Automobilhersteller stehen womöglich vor einer neuen Halbleiterkrise. Wegen Problemen beim niederländischen Chiphersteller Nexperia könnten schon bald Produktionsstopps drohen, warnt der Verband der Automobilindustrie (VDA).

„Die Situation könnte schon bald zu erheblichen Produktionseinschränkungen, gegebenenfalls sogar zu Produktionsstopps führen, falls die Lieferunterbrechung von Nexperia-Chips nicht kurzfristig behoben werden kann“, sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller.

Wie ist die Lage beim Zulieferer?

Bei Nexperia gibt es Lieferprobleme, nachdem die niederländische Regierung die Kontrolle über die bisher von einer chinesischen Konzernmutter geführte Firma übernommen hatte. Das Unternehmen habe daraufhin Automobilhersteller und Zulieferer informiert, „dass das Unternehmen die Belieferung der Industrie mit seinen Chips nicht mehr in Gänze gewährleisten kann“, so die VDA-Chefin.

Nexperia ist laut VDA ein wichtiger Zulieferer, dessen Halbleiter häufig in elektronischen Steuergeräten von Fahrzeugelektroniksystemen zum Einsatz kommen. „Der VDA ist seither mit den betroffenen Unternehmen, der Industrie, der Bundesregierung sowie der EU-Kommission in Kontakt. Aktuell sollte der Fokus sein, schnelle und pragmatische Lösungen zu finden“, so Müller. Nexperia produziert unter anderem in Hamburg, ist Berichten zufolge aber auf Zulieferungen aus China angewiesen, die nun ausbleiben.

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