Zulieferer
Niederlande übernimmt Kontrolle über Nexperia

Von Susanne Braun 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die niederländische Regierung hat den CEO des Chipproduzenten Nexperia abgesetzt und die Kontrolle übernommen. Der Zulieferer gehört mehrheitlich dem chinesischen Unternehmen Wingtech.

Fab für Assembly und Testing von Nexperia in Guangdong in China.(Bild:  Nexperia)
Fab für Assembly und Testing von Nexperia in Guangdong in China.
(Bild: Nexperia)

Am 12. Oktober 2025 teilte das niederländische Wirtschaftsministerium mit, dass am 30. September der „Goods Availability Act“ aktiviert wurde. Ziel der Maßnahme sei, zu verhindern, dass von Nexperia gefertigte Produkte – fertige wie halbfertige – in einem Notfall nicht verfügbar werden. Das in Nijmegen ansässige Halbleiterunternehmen ist eine Tochter des chinesischen Konzerns Wingtech und produziert Chips für die europäische Automobil- und Konsumgüterindustrie.

Laut der Mitteilung des Ministeriums liegen „ernsthafte Governance-Defizite“ vor. „Das Gesetz wurde aufgrund jüngster und akuter Anzeichen für gravierende Mängel in der Unternehmensführung und Maßnahmen innerhalb von Nexperia angewendet. Diese Anzeichen stellten eine Gefahr für die Kontinuität und den Schutz wichtiger technologischer Kenntnisse und Fähigkeiten auf niederländischem und europäischem Boden dar. Der Verlust dieser Fähigkeiten könnte ein Risiko für die wirtschaftliche Sicherheit der Niederlande und Europas darstellen“, heißt es dort.