Standort Deutschland Niedrigster Beschäftigtenstand der Automobilindustrie seit 2011

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Dass die Arbeitsplätze in der deutschen Automobilindustrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 50.000 sinken, hatten Analysten bereits angedeutet. Insgesamt ging die Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe um 120.300 Menschen zurück.

Vor allem die Automobilindustrie hat in den ersten drei Quartalen des Jahres ihre Beschäftigenzahl reduziert. (Bild:  Volkswagen AG)
Vor allem die Automobilindustrie hat in den ersten drei Quartalen des Jahres ihre Beschäftigenzahl reduziert.
(Bild: Volkswagen AG)

Im verarbeitenden Gewerbe arbeiten im 3. Quartal 2025 mehr als 120.000 Menschen weniger als zum selben Zeitpunkt im Jahr 2024 – das ist ein Rückgang von 2,2 Prozent auf rund 5,43 Millionen Beschäftigte. Das teilte das Statistische Bundesamt Destatis am 20. November 2025 mit.

Im Laufe eines Jahres gingen rund 50.000 Arbeitsplätze in der deutschen Automobilindustrie verloren. Dennoch bleibt dieser Zweig weiterhin die zweitgrößte Industriebranche nach dem Maschinenbau.(Bild:  Destatis)
Im Laufe eines Jahres gingen rund 50.000 Arbeitsplätze in der deutschen Automobilindustrie verloren. Dennoch bleibt dieser Zweig weiterhin die zweitgrößte Industriebranche nach dem Maschinenbau.
(Bild: Destatis)

Wenig verwunderlich, hat vor allem die Automobilindustrie abgebaut. Innerhalb eines Jahres sind dort rund 48.700 Beschäftigte verloren gegangen; das ist ein Rückgang von 6,3 Prozent. Dieser ist „so hoch wie in keiner anderen großen Industriebranche mit mehr als 200.000 Beschäftigten“, so die Analysten von Destatis. Insgesamt sind noch 721.400 Menschen in der Branche beschäftigt, was einen Tiefstand bedeutet: „Weniger Menschen waren hier zuletzt Ende des 2. Quartals 2011 tätig gewesen.“ Die Analysten stellen außerdem fest, dass die Zulieferer mehr als die Autohersteller selbst betroffen waren.

„Innerhalb der Automobilindustrie sind die Zulieferer deutlich stärker vom Stellenabbau betroffen als die OEMs. Bei Letzteren waren im Bereich der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenmotoren mit 446.800 Beschäftigten zum Ende des 3. Quartal dieses Jahres 3,8 Prozent weniger Personen als ein Jahr zuvor aktiv. In der Zulieferbranche, der Herstellung von Karosserien, Aufbauten und Anhängern betrug der Beschäftigtenrückgang 4,0 Prozent auf zuletzt 39.200. Deutlich höher fiel er im Zulieferbereich, der Herstellung von Teilen und Zubehör für Kraftwagen mit 11,1 Prozent im selben Zeitraum aus. Hier arbeiteten zuletzt knapp 235.400 Personen“, heißt es.

In vielen großen Industriebranchen wurden im dritten Quartal 2025 erneut Stellen abgebaut. Besonders deutliche Rückgänge gab es in der Metallerzeugung und -bearbeitung (–5,4 Prozent), bei Herstellern elektronischer, optischer und Daten verarbeitender Geräte (–3,0 Prozent) sowie in der Kunststoffindustrie (–2,6 Prozent) und der Metallerzeugnisindustrie (–2,5 Prozent).

Auch der Maschinenbau verzeichnete einen Rückgang im Branchendurchschnitt (–2,2 Prozent). Unterdurchschnittlich entwickelten sich dagegen die chemische Industrie (–1,2 Prozent) und die elektrische Ausrüstung (–0,4 Prozent). Einzig die Nahrungsmittelindustrie konnte ihre Beschäftigung steigern: +1,8 Prozent auf 510.500 Personen. (sb)

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