Auto-Allianz Nissan bekommt Twingo-Ableger

Von sp-x/ys 2 min Lesedauer

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Nach Renault und Dacia erhält auch Nissan einen Elektro-Kleinwagen. Die Allianz-Partner haben zudem ihren Vertrag geändert, was dem japanischen OEM mehr finanziellen Spielraum geben soll.

Renault baut für Nissan einen Twingo-Ableger. Das Design soll von den Japanern kommen.(Bild:  Renault)
Renault baut für Nissan einen Twingo-Ableger. Das Design soll von den Japanern kommen.
(Bild: Renault)

Nissan baut sein E-Auto-Angebot mit einem Kleinstwagen aus. Die Technik des elektrischen Einstiegsmodells stammt von dem für 2026 angekündigten neuen Renault Twingo, das Design übernehmen die Japaner selbst. Die Preise des rund 3,75 Meter kurzen Viersitzers dürften im Bereich von 20.000 Euro starten. Wann der kleinste Nissan auf den Markt kommt, ist noch nicht bekannt. Sowohl der baugleiche Renault als auch der ebenfalls erwartete Dacia-Ableger dürften mindestens kurz vorher zu haben sein.

Mit dem E-Kleinstwagen hätte Nissan in relativ kurzer Zeit ein elektrisches Vollsortiment aufgebaut. Noch in diesem Jahr soll die Elektrovariante des Kleinwagens Micra starten, kurze Zeit später geht der Kompaktwagen Leaf in die nächste Runde. Für 2026 wird eine elektrische Neuauflage des Mini-Crossovers Juke erwartet. Bereits im Programm haben die Japaner außerdem den Mittelklasse-Crossover Ariya sowie die E-Variante der Lieferwagen Townstar und Interstar.

Änderung des Allianzvertrags

Die Ankündigung, dass Nissan einen Twingo-Ableger erhält, erfolgte im Rahmen weiterer Nachrichten rund um die Allianz zwischen Nissan und Renault. Wie die Hersteller am 31. März bekanntgaben, übernimmt Renault von Nissan deren 51-Prozent -Anteil an der Renault Nissan Automotive India Private Ltd (RNAIPL), die damit komplett in den Besitz der Franzosen übergeht. Nissan soll dennoch in Indien präsent bleiben und RNAIPL werde auch künftig Nissan-Modelle produzieren.

Überdies haben die Renault Group und Nissan eine Änderung des Allianzvertrags unterzeichnet, die beiden Parteien mehr Flexibilität bezüglich ihrer gegenseitigen Beteiligungen bieten soll. Renault und Nissan werden berechtigt, ihre jeweilige Beteiligung auf ein Minimum von zehn statt wie bislang 15 Prozent zu senken, ohne dazu verpflichtet zu sein.

Investitionsvereinbarung beendet

Gleichzeitig soll Nissan von seiner Verpflichtung entbunden werden, in Renaults Elektrosparte Ampere zu investieren. Damit würde die am 26. Juli 2023 zwischen der Renault Group, Nissan und Ampere geschlossene Investitionsvereinbarung beendet. Vereinbarte Produktprojekte sollen aber fortgesetzt werden.

Renault-CEO Luca de Meo kommentiert: „Als langjähriger Partner von Nissan innerhalb der Allianz und als Hauptanteilseigner hat die Renault Group ein starkes Interesse daran, dass Nissan so schnell wie möglich eine Trendwende bei seinen Leistungen erreicht.“ Ivan Espinosa, der zum 1. April Makoto Uchida an der Nissan-Spitze ablöst, fügt hinzu: „Wir wollen ein agileres und effektiveres Geschäftsmodell schaffen, das es uns ermöglicht, schnell auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren und Barmittel für künftige Investitionen zu sparen.“

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