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Der muss gelingen. Denn Peugeot hat wie der ganze PSA-Konzern mit einer Reihe von Verlustjahren zu kämpfen. 2013 waren es 2,3 Milliarden Euro Minus. Darum sind jetzt die Chinesen von Dongfeng mit an Bord – und eine neue Strategie. Aus weniger soll dabei mehr werden.
Elf Modelle werden gestrichen
Von den bisher 22 Peugeot-Modellen werden nur 13 weitergeführt, wie Markenchef Picat kühl mitteilt. Auf der Strecke bleiben Modelle wie die Klappdach-Cabrios, die gerade deutsche Kunden sehr gemocht haben. Aber in anderen Gegenden der Welt will das kaum jemand. Schluss damit. Auch der große Van 807 bleibt auf der Strecke.
Ohne die Selbstbeschneidung hätten Peugeot und die Schwestermarke Citroen trotz Finanzinfusionen vom Staat und den Chinesen schlicht nicht genug Geld, um die verbliebene Palette weiterzuentwickeln. Das aber ist überlebenswichtig.
Picat sieht aber bereits Licht. „Die verblieben Modellpalette ist im Schnitt nicht älter als drei Jahre, viele neue Motoren sind im Markt.“ Wie etwa im 508 oder dem 108, der einen flotten Dreizylinder-Benziner erhält.
Und auch der weltweite Absatz erholt sich mit den neuen Modellen langsam. Ende Mai krabbelte er im Jahresvergleich um 5,4 Prozent auf 683.000 Einheiten herauf, der Löwenanteil davon nach wie vor in Europa: 407.000 Fahrzeuge bedeuten hier eine Steigerung von nahezu 14 Prozent.
Und in China geht es dank neuem Partner und dortiger Produktion sogar um 28 Prozent bergauf. 34.000 verkaufte Fahrzeuge im Mai sind ein Rekord – aber gemessen an deutschen Herstellern gibt es im Milliarden-Einwohner-Land noch viel aufzuholen. Nun, bald soll neben dem gerade eingeführten 2008 ja auch der renovierte 508 Gas geben. Vielleicht wagen sich die Franzosen für ihr nächstes Signal der Internationalisierung ja dann mal nach Peking statt London?
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