Produktion Fehlende Teile: Porsche korrigiert Prognose

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

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Schwere Überschwemmungen im schweizerischen Kanton Wallis haben Anfang Juli zwei Aluminiumwerke getroffen. Die Produktion steht – der Autoindustrie fehlen Teile.

Porsche droht ein Produktionsstillstand bestimmter Modelle, weil Aluminium-Komponenten fehlen.(Bild:  Porsche)
Porsche droht ein Produktionsstillstand bestimmter Modelle, weil Aluminium-Komponenten fehlen.
(Bild: Porsche)

Die Aluminiumlieferanten Novelis und Constellium sind von einer schweren Überschwemmung im Wallis betroffen. Novelis musste die Produktion im schweizerischen Siders einstellen, Constellium zusätzlich im zweiten Werk in Chippis. Der Fluss Rhone war Anfang Juli über die Ufer getreten.

„Da die Reinigungsarbeiten mit Unterstützung der örtlichen Behörden gerade erst begonnen haben, kann Constellium zum jetzigen Zeitpunkt weder das Ausmaß des Schadens einschätzen noch bestimmen, wann die Produktion wieder aufgenommen wird“, teilte das Unternehmen Anfang Juli mit.

Mitte Juli sagte der Direktor des Novelis-Werkes gegenüber der Aargauer Zeitung, das Produktionsgelände sei oberflächlich vom Schlamm gereinigt. Das Widerinstandsetzen der Technik werde jedoch noch Wochen in Anspruch nehmen.

Porsche senkt Prognose

Die Auswirkungen bekommen jetzt Automobilhersteller zu spüren. Porsche senkte wegen Lieferengpässen bei Aluminium seine Prognose. „Davon betroffen sind aus Aluminium gefertigte Karosseriebauteile, die in sämtlichen von Porsche hergestellten Fahrzeugbaureihen eingesetzt werden“, kommentierte der Sportwagenhersteller gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Die Schwierigkeiten in der Produktion „werden voraussichtlich mehrere Wochen andauern und können möglicherweise zu Produktionsstillständen einzelner oder mehrerer Fahrzeugbaureihen führen“. Die dadurch entstehenden Verzögerungen in der Produktion und bei der Auslieferung von Fahrzeugen könnten voraussichtlich im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres nicht vollständig kompensiert werden.

Beim Umsatz rechnet Porsche laut der Agentur jetzt mit einem Wert zwischen 39 und 40 Milliarden Euro. Bisher stand ein Erlös zwischen 40 und 42 Milliarden Euro für das laufende Jahr im Plan. Die Prognose für die operative Rendite, also den Anteil des Gewinns im Tagesgeschäft am Umsatz, korrigierte der Autohersteller ebenfalls: auf zwischen 14 und 15 Prozent liegen – statt zwischen 15 und 17 Prozent. Am 24. Juli will Porsche die Zahlen für die ersten sechs Monate des Jahres veröffentlichen.

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