Absatz Porsche senkt Umsatzerwartung – Cellforce am Ende?

Von dpa/Thomas Günnel 1 min Lesedauer

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Porsche senkt nach einem schwachen ersten Quartal die Umsatzerwartungen für 2025 deutlich. Eigene Batterien aus der Tochtergesellschaft Cellforce soll es zudem nicht mehr geben.

Porsche hat seine Umsatzerwartungen für 2025 deutlich nach unten korrigiert.(Bild:  Porsche)
Porsche hat seine Umsatzerwartungen für 2025 deutlich nach unten korrigiert.
(Bild: Porsche)

Porsche ist angesichts der Probleme in China und dem geplanten Umbau des Unternehmens mit einem deutlichen Dämpfer ins Jahr gestartet. Der Umsatz lag im ersten Quartal mit 8,86 Milliarden Euro um 1,7 Prozent unter dem Vorjahreswert, teilte der Sportwagenhersteller mit. Schon am Vorabend hatte das Unternehmen seine Jahresprognosen für Umsatz und Ergebnis gesenkt. 
Vor allem Sonderaufwendungen schlagen mit 1,3 Milliarden Euro zu Buche; statt den geplanten 800 Millionen Euro. Dazu gehört, dass Porsche seine bisherigen Pläne zum Ausbau der Produktion von Hochleistungsbatterien in der Tochtergesellschaft Cellforce „nicht eigenständig weiterverfolgen“ will. Aus der Belegschaft war dazu zu erfahren: „Wir wissen von nichts, die Presse ist wohl besser informiert als wir.“ Das in Reutlingen-Kirchentellinsfurt geplante Werk sollte im vergangenen Jahr den Pilotbetrieb aufnehmen. 
Weitere Probleme machen die neuen US-Einfuhrzölle und das schwache Chinageschäft. Das operative Ergebnis brach um 40,6 Prozent auf 0,76 Milliarden Euro ein und fiel damit noch schwächer aus als von Experten ohnehin befürchtet. Die entsprechende Marge sackte von 14,2 auf 8,6 Prozent ab.

Oliver Blume erwartet deutlich geringeren Umsatz

„Das erste Quartal fällt erwartungsgemäß schwächer aus“, sagte Finanzchef Jochen Breckner einer Mitteilung zufolge. „Zudem wird die makroökonomische Lage herausfordernd bleiben. Dem können wir uns nicht komplett entziehen, aber wir steuern mit aller Kraft dagegen.“ Bereits in den ersten drei Monaten flossen etwa 200 Millionen Euro „in konkrete Maßnahmen“, teilte Porsche mit. Beim Umsatz erwartet Porsche-Chef Oliver Blume im laufenden Jahr nur noch 37 bis 38 Milliarden Euro und damit zwei Milliarden weniger als bisher.
Die erhöhten US-Zölle sind aktuell nur für die Monate April und Mai berücksichtigt. Zur Unterstützung von Zulieferern muss das Unternehmen ebenfalls tiefer in die Tasche greifen.

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