E-Mobilität Renault sagt Börsengang von Ampere ab

Von dpa/Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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Die Elektroauto- und Softwaresparte Ampere von Renault kommt vorerst doch nicht an die Börse. Der Autohersteller sucht nun auf anderen Wegen Investoren.

Renault hat den Börsengang seiner E-Auto- und Softwaresparte „Ampere“ abgesagt.(Bild:  Renault)
Renault hat den Börsengang seiner E-Auto- und Softwaresparte „Ampere“ abgesagt.
(Bild: Renault)

Renault hat den Börsengang seiner Elektroauto- und Softwaresparte Ampere abgesagt. Grund sei unter anderem die Lage an den Märkten. Das teilte Renault am Montag (29. Januar) mit. Der Konzern werde die Entwicklung aus eigener Kraft vorantreiben. Renault hatte bei günstigen Marktbedingungen ursprünglich einen Teilbörsengang des Geschäfts im ersten Halbjahr 2024 angestrebt.

Um mit dem Geschäft rund um Elektroautos und Software schnell profitabel zu werden, hatte Renault-Chef Luca de Meo zuletzt deutliche Kostensenkungen in Höhe von 40 Prozent bis 2027/28 geplant. Diese sollen Ampere ermöglichen, Elektroautos vor der Konkurrenz zum gleichen Preis anzubieten wie Verbrenner. Im Jahr 2025 sind bislang vier Autos geplant, 2031 sieben Modelle.

Damit soll Ampere bereits in zwei Jahren mehr als zehn Milliarden Euro Jahresumsatz erzielen, hatte es im November geheißen. Die Tochter solle auch danach stark wachsen und 2031 mehr als 25 Milliarden Euro Erlös einfahren. Das bedeute ein Durchschnittswachstum von mehr als 30 Prozent pro Jahr im Zeitraum von 2023 bis 2031. Im Jahr 2025 soll das Geschäft operativ die Gewinnschwelle und einen positiven Barmittelzufluss erreichen.

Nissan will weiter in Ampere investieren

Nissan und Mitsubishi wollten bei einem Ampere-Börsengang als Ankerinvestoren eigentlich bis zu 800 Millionen Euro beisteuern. Der Chipkonzern Qualcomm hatte ebenfalls die Möglichkeit im Blick, bei der Erstemission einzusteigen. Nissan wolle weiterhin investieren, egal ob es zu einem Börsengang komme oder nicht, sagte Renault-Finanzchef Thierry Pieton am Montag in einer Telefonkonferenz mit Journalisten und Analysten.

Mit Mitsubishi Motors werde gesprochen. Mit Blick auf Qualcomm habe das Investment hingegen vom Börsengang abgehangen. Es müsse nun diskutiert werden, ob das Unternehmen weiter interessiert sei.

Über Ampere

Renault hatte „Ampere“ im November 2023 gegründet. Das Unternehmen konzentriert sich ausschließlich auf Elektrofahrzeuge und Software. Das Unternehmen betreibt insgesamt elf Standorte in Frankreich, darunter vier Industriezentren: den Produktionsverbund „ElectriCity“, zu dem die drei Standorte Douai, Maubeuge und Ruitz gehören, sowie das Werk in Cléon. Ampere beschäftigt mehr als 11.000 Menschen, 35 Prozent davon sind laut Renault Ingenieure und Ingenieurinnen.(thg)

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