Zulieferer RFP Metallbearbeitung ist gerettet

Redakteur: Bernd Otterbach

Die RFP Metallbearbeitung GmbH ist gerettet. Insolvenzverwalter Joachim Exner hat den Geschäftsbetrieb des Parsberger Automobilzulieferers an die Martin Metallverarbeitung GmbH verkauft.

Das Unternehmen übernimmt zum 1. Januar 2011 alle 192 RFP-Mitarbeiter und will den Standort Parsberg erhalten. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Gläubiger haben der Übertragung bereits zugestimmt.

In einer wohl einzigartigen Aktion hatten am 25. Januar dieses Jahres über 200 RFP-Mitarbeiter Insolvenz beim zuständigen Insolvenzgericht in Nürnberg beantragt. Auf diesem Wege wollten Betriebsrat und Belegschaft die Sanierung des Unternehmens über Insolvenzverfahren ermöglichen und eine Zerschlagung verhindern. „Die Arbeitnehmer haben Weitsicht und Augenmaß bewiesen, als sie sich zu diesem Schritt entschlossen“, sagte Exner. „Das Beispiel RFP zeigt erneut, dass ein rechtzeitig eingeleitetes Insolvenzverfahren keinesfalls ein Todesurteil ist, sondern eine wirkliche Chance für einen Neuanfang.“ Das Unternehmen schreibt inzwischen wieder schwarze Zahlen und die Produktion ist voll ausgelastet. Auf diesem Wege konnten auch fast zwei Drittel der Arbeitsplätze erhalten werden.

„Mit RFP erwerben wir ein Unternehmen, das hervorragend zu uns passt“, betonte Peter Martin, Geschäftsführender Gesellschafter der Martin Metallverarbeitung GmbH. Die Martin Metallverarbeitung GmbH fertigt ebenso wie RFP Stanz- und Umformteile, außerdem Baugruppen und elektromechanische Verstellsysteme. Zu den Kunden des Unternehmens zählen Automobilhersteller und -zulieferer.

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