Bilanz 2024 Schaeffler mit Verlust – Industriesparte weiter schwach

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Schaeffler hat die Zahlen für das Geschäftsjahr 2024 veröffentlicht. Im Berichtszeitraum lag der Umsatz – mit Vitesco – bei gut 18 Milliarden Euro. Unter dem Strich steht ein dickes Minus.

Die Schaeffler-Gruppe hat jetzt die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2024 vorgestellt.(Bild:  Schaeffler)
Die Schaeffler-Gruppe hat jetzt die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2024 vorgestellt.
(Bild: Schaeffler)

Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler geht angesichts des schwierigen Umfelds in der Automobilindustrie vorsichtig in das neue Jahr. Vorstandschef Klaus Rosenfeld peilt vor Sondereffekten eine Gewinnmarge des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern von drei bis fünf Prozent an, wie das Unternehmen am Mittwoch in Herzogenaurach mitteilte. Analysten lagen mit ihren Schätzungen bisher am oberen Ende der Spanne. Der „vorsichtig optimistische Ausblick“ trage den voraussichtlich weiter schwankungsanfälligen Bedingungen Rechnung, begründet das Management die Prognose.

Beim Umsatz erwartet Schaeffler nach dem Zukauf des Antriebsspezialisten Vitesco 23 bis 25 Milliarden Euro. Fachleute hatten das in diesem Rahmen erwartet. Die Regensburger gehören seit Oktober 2024 zum Konsolidierungskreis von Schaeffler, was den Erlös des Konzerns von 16,3 auf 18,2 Milliarden Euro steigen ließ.

Schaeffler schließt Geschäftsjahr mit Verlust

Schaeffler hatte bereits im Januar vorläufige Zahlen genannt, die nun bestätigt wurden. Die operative Marge sackte von 7,3 auf 4,5 Prozent ab. Unter dem Strich rutschte Schaeffler auch wegen des im November angekündigten Stellenabbauprogramms in die Verlustzone: minus 632 Millionen Euro.

Ein Jahr zuvor hatte Schaeffler noch einen Gewinn von gut 300 Millionen ausgewiesen. Schaeffler verwies auf Sondereffekte in Höhe von 725 Millionen Euro. Der Zulieferer hatte bereits angekündigt, dass Stellenabbau und Werksschließungen teuer werden würden.

Industriesparte mit schwachem Ergebnis

Laut Rosenfeld wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr wichtige Meilensteine für die künftige Ausrichtung des Unternehmens erreicht. Das operative Ergebnis habe hingegen unter den eigenen Ansprüchen gelegen. Das Autozuliefergeschäft habe sich widerstandsfähig gezeigt. Die Ersatzteilsparte erzielte Rosenfeld zufolge „erneut ein starkes Ergebnis“.

Enttäuschend fielen einmal mehr die Resultate der Industriesparte aus. Dazu gehören unter anderem Kugel- und Wälzlager sowie Mechatronik. Das im November angekündigte Sparpaket gilt vorwiegend diesem Geschäftsteil. Schaeffler kündigte den Abbau von 4.700 Arbeitsplätzen in Europa an, davon 2.800 in Deutschland. Ende 2024 zählte Schaeffler 115.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Vitesco soll Synergie von 600 Millionen Euro bringen

Aus der Integration von Vitesco will Schaeffler bis 2029 Einspareffekte von rund 600 Millionen Euro schöpfen, vom Stellenabbau aus dem November kommen noch einmal 215 Millionen Euro hinzu.

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