Waldaschaff Automotive Schnelleke kauft Wagon-Unternehmen
Der Logistikdienstleister Schnellecke hat die insolventen Wagon GmbH und Wagon Automotive GmbH übernommen. Damit wird die Schnellecke-Tochter KWD Automotive AG & Co. KG alleinige Gesellschafterin der Waldaschaff Automotive GmbH, die das Anlagevermögen wie Maschinen, Patente und Fahrzeuge der Wagon-Unternehmen übernommen hat.
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Die entsprechenden Verträge haben der der Schnellecke-Vorstandsvorsitzende Nikolaus Külps und der Insolvenzverwalter Dr. Franz-Josef Hansen am Donnerstag unterzeichnet. Angaben zum Kaufpreis machten beide Parteien nicht. Die Immobilien in Waldaschaff sind nicht Bestandteil der Vereinbarungen, da sie weiterhin von einem US-amerikanischen Rentenfonds gehalten werden.
Somit wird die KWD Automotive AG & Co. KG, Wolfsburg, eine Tochtergesellschaft der Schnellecke Group AG & Co. KG, alleinige Gesellschafterin der Waldaschaff Automotive GmbH, Waldaschaff, die mittlerweile das Anlagevermögen wie Maschinen, Patente und Fahrzeuge der Wagon-Unternehmen übernommen hat. Die Immobilien am Ort sind nicht Bestandteil der Vereinbarungen, da sie weiterhin von einem US-amerikanischen Rentenfonds gehalten werden.
Die Geschäftsführung der Waldaschaff Automotive übernehmen Helge Bender aus dem Waldaschaffer Management und Peter Bohnengel von Schnellecke.
Schnellecke will produzieren
„Mit dem Erwerb der Aktivitäten und des technischen Know-hows in Waldaschaff sind wir unserem Ziel näher gekommen, nicht nur als Mehrwert-Logistikdienstleister tätig zu sein, sondern auch einen international aufgestellten Produktionsbereich zu formen“, sagte Külps am Donnerstag. „Wir sehen uns als strategischen Investor, der mit dem neuen Standort Waldaschaff und und dem KWD-Werk Radeberg Produkte für automobilen Leichtbau anbietet. Külps verwies auch auf die globale Präsenz seines Unternehmens.
Auch Bender sieht die Zukunft des Unternehmens aus Waldaschaff im Konzept des intelligenten Leichtbaus. Zum Einsatz kommen dabei vor allem hochfeste Stähle, Aluminium und Magnesium. „Auf diesem Gebiet besitzen wir einzigartiges Know-how. Deshalb sind wir ein attraktiver Partner der Automobilindustrie“, so Bewnder weiter.
Weg aus der Insolvenz
Die Wagon Automotive GmbH und die Wagon GmbH hatten im Dezember 2008 Insolvenz anmelden müssen, weil zuvor der britische Mutterkonzern Wagon Plc., Birmingham, zahlungsunfähig geworden war. Die Waldaschaff Automotive GmbH wurde im März 2009 gegründet, um zuerst mit einem Teil der Belegschaft das Geschäft zur Entwicklung und Fertigung von Türsystemen und Strukturkomponenten für deutsche OEMs weiterzuführen. Im Verlauf des Jahres 2009 konnten weitere ehemalige Wagon-Mitarbeiter in das neue Unternehmen übernommen werden. Das Unternehmen beschäftigte im Dezember 2010 insgesamt 518 Mitarbeiter.
Die Schnellecke-Tochter KWD Automotive ist mit seinem Hauptwerk im sächsischen Radeberg und Tochterunternehmen in China und Tschechien auf Blechumformung und -verbindungstechnik spezialisiert.
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