Ladeinfrastruktur Shell will in Hamburg Testzentrum für E-Mobilität errichten

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Shell plant in Hamburg ein Testzentrum für Megawatt-Laden. Bis zu fünf Megawatt Ladeleistung für Tests mit Lkw, Busse und Schiffe sollen möglich sein. Die Inbetriebnahme soll ab Ende 2025 erfolgen.

In Hamburg will Shell ein Testzentrum für Ladeinfrastruktur errichten.(Bild:  Shell)
In Hamburg will Shell ein Testzentrum für Ladeinfrastruktur errichten.
(Bild: Shell)

Shell will in Hamburg ein Testzentrum für Ladeinfrastruktur errichten und damit auf die Anforderungen in puncto Megawatt-Laden reagieren. Die Anlage im Shell Technology Centre ist ausgelegt auf Ladeleistungen von bis zu fünf Megawatt im Mittelspannungsbereich und kann beispielsweise schnelles Aufladen von Batterien für Schwerlastfahrzeuge wie Lkw, Busse, Traktoren und Baufahrzeuge oder auch Schiffe mit Elektroantrieb unter verschiedenen Klimabedingungen prüfen. Ende 2025 sollen erste Tests starten.

Mit dem Testzentrum will Shell nicht nur eigene Produkte und Dienstleistungen im Bereich der E-Mobilität weiterentwickeln. Dazu zählen beispielsweise die E-Depot-Lösungen für Bus- und Lkw-Fuhrparks der Shell Tochtergesellschaft SBRS sowie Ubitricity und Shell Recharge für Individualverkehr und Pkw-Flotten. Zum anderen will das Unternehmen auch seine Services für Partner und Kunden wie Fahrzeughersteller und Hersteller für Ladeinfrastruktur ausbauen. Diese können mithilfe der 12 automatisierten Prüfstände, mehr als 50 flexiblen Prüfstationen, Klimakammern und vielfältigen Konfigurationen ihre Konzepte hinsichtlich Leistungsstärke, Effizienz, Sicherheit und Praxistauglichkeit unter unterschiedlichen Bedingungen und in Simulationen erproben und weiter verfeinern.

Testzentrum im Detail

Das Testzentrum ermöglicht das Testen von Pkw- und Lkw- Ladeinfrastruktur im MCS-Standard und unter variablen Klimabedingungen von -40 bis +50 °C und unterschiedlicher Luftfeuchtigkeit. Es beinhaltet eine Schaltanlage mit 10 kV AC und 3,6 kV DC (Mittelspannung) sowie einen bi-direktionalen DC-Emulator mit bis zu 5,2 MW (3,6 kV), was auch simultanen Testbetrieb mit sechsmal 800 kW (1.000 V) ermöglicht. Die Energieversorgung erfolgt mit regenerativem Strom.

E-Antriebssysteme für Lkw- und Off-Road-Fahrzeuge lassen sich sicher in einem besonderen, geschützten Testfeld für sogenannte High-Risk-Aufbauten testen. Das schließt auch autonome Systeme mit ein. Weitere Testanwendungen beinhalten Energie und Power Management inklusive. e-fleet charge solutions, automatisierte Back-Office-Akzeptanztests, Interoperabilität und Effizienztests unter variablen Klimabedingungen, automatisierte Batterietests bis Gefahrstufe 6 sowie Hardware-in-the-Loop-Simulationen.

Perspektivisch will das Unternehmen auch Tests im Schiffs- und Großspeicherbereich anbieten.

Neben E-Mobilität auch CO2-arme Kraftstoffe im Fokus

Die Inbetriebnahme des Zentrums wird laut Shell ab Ende 2025 in mehreren Phasen erfolgen und soll bis 2027 abgeschlossen sein. Es wird auf 3.500 m2neben einem Büro- und Elektroinstallationsgebäude ein externes Testfeld, einen Testhangar und Werkstattbereich umfassen, mit weiterer Ausbaureserve von rund 500 m2.

Neben dem Ausbau der Angebote für E-Fahrzeuge treibt Shell die Dekarbonisierung des Transportsektors mit CO2-ärmeren Kraftstoffen wie Shell Renewable Diesel und Shell Bio-LNG voran. (se)

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