Schuler Spindelpresse zum Alu-Schmieden
Die Umformtechnik Radebeul GmbH hat beim Schuler-Konzern eine neue 1.200-Tonnen-Spindelpresse in Auftrag gegeben. Die Presse soll für eine gleichbleibend hohe Qualität beim Schmieden von Aluminium sorgen.
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Die Umformtechnik Radebeul GmbH mit Sitz in der Nähe von Dresden ist spezialisiert auf das Gesenkschmieden von Aluminium-Bauteilen für den Automobil- und Zweiradbau. Bei dem Unternehmen sind bereits vier Anlagen der Schuler-Tochter Müller Weingarten im Einsatz. Die neue Anlage soll im Oktober 2010 mit der Produktion starten. Im Drei-Schicht-Betrieb entstehen dann unterschiedliche Bauteile in kleinen und mittleren Stückzahlen.
„Die Massivumformung von Aluminium ist nicht einfach und erfordert spezielles Know-how. Das Material reagiert sehr empfindlich und verzeiht kaum Fehler“, erklärt Hartmut Kussmaul, Kundenbetreuer in Weingarten. Tatsächlich verlangt Aluminium wegen seiner speziellen Fließeigenschaften besondere Fertigungsanlagen – gerade im Bereich der Massivumformung. Im Fokus steht dabei vor allem die kontrollierte Auftreffgeschwindigkeit des Werkzeugs auf das Metall. Bei der Verarbeitung von Aluminium müssen alle Komponenten der Anlage – von der Presse, über die Werkzeuge bis hin zum Sprühmedium – auf die speziellen Eigenschaften des Werkstoffes hin angepasst werden.
Frequenzgeregelter Direktantrieb
Entscheidend für die Leistungsfähigkeit der Spindelpresse mit einer Presskraft von 1.200 Tonnen ist zunächst der frequenzgeregelte Direktantrieb. Er steuert die Umformgeschwindigkeit auf den erforderlichen Wert hin und soll so die Qualität der Aluminium-Umformung garantieren. Hinzu kommen die komplette Prozessüberwachung und Produktionsdatenerfassung durch die Pressensteuerung FCS: Der Bediener kann mithilfe eines Touch-Screens den Prozess kontrollieren.
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