gesponsert3-Shore-Mix Statt verlängerter Werkbank: Offshoring neu denken

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Jörg Ohlsen, CEO Cognizant Mobility, erklärt wie der sogenannte 3-Shore-Mix des Engineering-Dienstleisters Entwicklungskapazitäten intelligent kombiniert und so zum Wettbewerbsvorteil für Kunden wird.

Interview mit Jörg Ohlsen, er ist seit 2018 CEO von Cognizant Mobility (ehemals ESG Mobility). (Bild:  Stephan Ortmanns)
Interview mit Jörg Ohlsen, er ist seit 2018 CEO von Cognizant Mobility (ehemals ESG Mobility).
(Bild: Stephan Ortmanns)

Budgets stehen auf dem Prüfstand, Margen schrumpfen, der globale Wettbewerb steigt – mittlerweile Alltag in der Automobilindustrie. Vor allem asiatische OEMs legen mit gnadenloser Geschwindigkeit, digitaler Exzellenz und hervorragenden Fahrzeugen vor.

Ein zentraler Hebel, um im Markt zu bestehen: Strategisch ausbalancierte Offshoring-Modelle. Die bisherigen „Verlängerte-Werkbank“-Modelle hingegen haben ausgedient.

Cognizant Mobility setzt seit Jahren bei Kundenprojekten im Bereich IT und Elektrik/Elektronik auf einen sogenannten 3-Shore-Mix, der On-, Near -und Offshore-Kapazitäten intelligent kombiniert. CEO Jörg Ohlsen erklärt, wie dieser Ansatz moderne GCC-Modelle (Global Capability Center) noch einen Schritt weiterbringt und klar messbare Vorteile für OEMs und Zulieferer eröffnet.

Offshoring als integraler Bestandteil der Wertschöpfung

„Studien belegen, dass mehr als 35 Prozent der größten Unternehmen der Welt bereits auf ein entsprechendes Offshoring-Modell setzen und weitere 15 Prozent in den kommenden Jahren aufspringen werden“, sagt Ohlsen. Für sie sei Offshoring bereits zum integralen Bestandteil der Wertschöpfung geworden – mit aktiver Rolle in der Entwicklung, Umsetzung und Skalierung neuer Technologien. Neben den enormen Kostenvorteilen insbesondere durch das Wegfallen initialer Investments stünden mittlerweile die Expertise und Talente in Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz oder dem Software-Defined-Vehicle weit oben auf der Liste.

„Indien steht unangefochten auf Platz eins aller OEMs, wenn es um Offshoring geht. Mit über 250.000 IT- und E/E-Experten besitzt Cognizant eine der größten Offshoring-Capabilities der Welt – verteilt auf die größten Städte Indiens. Unsere Modelle reichen dabei von komplexen Transformationsprojekten bis hin zum BOT-Modell (Anm.. d. Red.: Build-Operate-Transfer), bei dem wir ganzheitlich für den Kunden ein Betreibermodell aufbauen und nach Bedarf übergeben“, erläutert Ohlsen.

Ergänzend bieten die Cognizant-Standorte in Rumänien nicht nur Zugang zu hochspezialisierten Vehicle-Testing-Labs, sondern auch logistische Vorteile. „Mit nur einer Stunde Zeitunterschied zu Deutschland und direkter Erreichbarkeit per Kurzstreckenflug sind sie ideal für enge Abstimmungen und hybride Projektstrukturen“, weiß Ohlsen.

Besonders wirkungsvoll erachtet er die Kombination aus Standorten in Deutschland, Rumänien und Indien. Sie ermöglicht schnelle Softwarezyklen und durchgängige 24-Stunden-Entwicklung. „Benötigen Kunden zum Beispiel ihre Testfahrzeuge kurzfristig mit aktueller Software, etwa für Vorstandstermine, können wir mit unserem Nearshore-Standort in Rumänien und der gut ausgebauten „Bridge-to-Pune“ eine solche Anforderungen innerhalb eines Tages umsetzen. Zusammen mit unseren Teams in Deutschland nennen wir das dann 3-Shore-Mix“, erklärt Ohlsen.

Typischer Projektablauf

Ein erfolgreicher Projektstart beginnt mit einem Capability Check und der gemeinsamen Definition des Projektumfangs. Auf Basis dessen werden passende Near- und Offshore-Kapazitäten sowie High-Tech-Labs von Cognizant eingebunden.

„Die Teamzusammenstellung erfolgt in der Regel innerhalb von vier bis sechs Wochen. Grundlage ist ein umfangreicher Talentpool mit Automotive-IT-Spezialisten: Inside, Outside und Beyond the Car. Je nach Bedarf werden unsere Talente im eigenen Trainingscampus in Pune weiterentwickelt“, sagt Ohlsen.

Zentral für den Erfolg ist laut Ohlsen ein schneller, strukturierter Ramp-up. Um von Anfang an ein gemeinsames Verständnis zu schaffen, werde das neu gebildete Offshore-Team häufig zunächst nach Deutschland zur Project-Home-Base eingeladen. Hier werden Prozesse, Tools und Systemarchitektur aus erster Hand und im praktischen Kontext abgestimmt.

Nicht zuletzt gehe es dabei aber auch um den echten, physischen Austausch der Teams, den Menschen dahinter und das Kennenlernen. „Denn ohne gegenseitiges Vertrauen bleibt technisches Know-how wirkungslos. Das ist meiner Meinung nach auch der Grund, warum bisherige Offshoring-Projekte einiger OEMs und Marktbegleiter in der Vergangenheit gescheitert sind. Niemand hatte sich zuvor die Mühe gemacht, Ideen der Teams Face-to-Face auszutauschen oder gemeinsam Erfahrungen im „echten Leben“ zu sammeln“, so Ohlsen.

Natürlich bedeute dies Mehraufwand, der sich jedoch in der Praxis schnell auszahle, in Form einer reibungslosen Zusammenarbeit und einer Entwicklungs-Pipeline, die Ergebnisse liefert, die in das Gesamtsystem passen.

Mehr Fokus, Flexibilität und Innovationskraft

Ein modernes Offshore-Betreibermodell ist für Jörg Ohlsen weit mehr als ein Instrument zur Kostensenkung: „Es ist einer der stärksten, strategischen Hebel in einem immer schwieriger werdenden Marktumfeld.“ Auslagerung diene nicht mehr dazu, Freiräume für andere Themen zu schaffen, sondern vielmehr verlaufe ein erfolgreicher Shoring-Mix entlang wichtiger Transformations- und Technologieprojekte. „Geht man es richtig an, dann gehen skalierbare Teams, kurze Ramp-up-Zeiten und funktionierende Entwicklungs-Pipelines Hand in Hand. Genau das ist der Anspruch, den ich an alle unsere global vernetzen Teams habe und auf den sich unsere OEMs und Zulieferer verlassen können“, resümiert Ohlsen.

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