E-Mobilität Stellantis: Rückzug aus China als Erfolgsrezept

Von Henrik Bork 4 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Stellantis will sich dem Konkurrenzkampf in China entziehen und ist nur noch durch ein Joint-Venture und seine Anteile an Leapmotor vertreten. Kann diese Strategie langfristig erfolgreich sein?

Stellantis könnte in seinem Werk in Turin bald E-Autos der chinesischen Marke Leapmotor bauen.(Bild:  Stellantis)
Stellantis könnte in seinem Werk in Turin bald E-Autos der chinesischen Marke Leapmotor bauen.
(Bild: Stellantis)

Nicht in China, nicht für China, sondern „für chinesische Hersteller“. So könnte die neue Strategie von Stellantis genannt werden. Besonders dann, falls der französisch-italienische Autobauer unbestätigten Berichte zufolge in Turin den Bau von E-Autos der chinesischen Marke Leapmotor erwägt. Laut „Automotive News Europe“ könnte Stellantis ab 2026 oder 2027 im Werk Mirafiori günstige E-Autos des chinesischen Herstellers produzieren. Eine Jahreskapazität von 150.000 Fahrzeugen sei angedacht.

Für Stellantis-CEO Carlos Tavares sei so eine Produktion in Italien denkbar, „falls es dafür einen Business Case gibt“, ergänzte die Nachrichtenagentur Reuters. Darüber hinaus wollte das Unternehmen keine Stellung zu den Berichten nehmen. Stellantis hat im Oktober 2023 rund 1,5 Milliarden Euro in Leapmotor investiert und 20 Prozent der Anteile an dem chinesischen Start-up übernommen. Beide Unternehmen haben das neue Joint-Venture „Leapmotor International“ gegründet. Die Kooperation über das Gemeinschaftsunternehmen gibt Stellantis indirekt die „exklusiven Rechte für den Export, den Verkauf und die Herstellung von Leapmotor-Produkten außerhalb von Greater China“.