Autoindustrie Stellantis verkauft in den USA wieder besser

Quelle: dpa/jr 2 min Lesedauer

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Zum ersten Mal seit zwei Jahren kann Stellantis für das dritte Quartal des laufenden Jahres eine Steigerung des Umsatzes vermelden. Die größeren Motoren gehen in Nordamerika wieder besser von den Höfen.

Challenger-Fertigung in Brampton (Kanada)(Bild:  Stellantis)
Challenger-Fertigung in Brampton (Kanada)
(Bild: Stellantis)

Der italienisch-französische Autobauer kann dank einer Erholung im wichtigen Markt Nordamerika etwas aufatmen. Allerdings rechnet Stellantis mit hohen Sonderkosten im zweiten Halbjahr für strategische Weichenstellungen und Änderungen an seinen Modellplänen, wie die Opel-Mutter am Donnerstag in Amsterdam mitteilte. Der Umsatz des Vielmarkenkonzerns legte im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 37,2 Milliarden Euro zu. Das entsprach in etwa den Schätzungen von Experten.

Die Verkäufe inklusive derer von nicht kontrollierten Gemeinschaftsunternehmen zogen um 14 Prozent auf 1,33 Millionen Fahrzeuge an. Vor allem im zuletzt so problematischen Markt Nordamerika ging es mit einem Verkaufsplus von gut einem Drittel deutlich aufwärts.

Anfang Oktober hatte der Hersteller Investitionen in Höhe von 13 Milliarden US-Dollar angekündigt, um die Produktion in den USA zu steigern und den von Präsident Donald Trump verhängten Zöllen entgegenzuwirken.

In den USA hatte Stellantis mit großen Pick-ups und SUVs lange Zeit den Löwenanteil seiner Gewinne eingefahren, war aber in schweres Fahrwasser geraten und musste zunächst erst einmal den hohen Fahrzeugbestand bei seinen Händlern reduzieren. Die Krise des Konzerns kostete unter anderem Ex-Chef Carlos Tavares seinen Job. Zuletzt hatte sich aber bereits Besserung abgezeichnet. Auch in Europa ging es aufwärts mit Verkäufen und Umsatz.

Der seit Kurzem amtierende Konzernchef Antonio Filosa bestätigte den Finanzausblick des Konzerns. Im zweiten Halbjahr soll der Umsatz gegenüber dem ersten Halbjahr zulegen, die um Sondereffekte bereinigte operative Gewinnmarge dürfte einen niedrigen einstelligen Prozentbetrag erreichen.

Filosa kündigte zudem die Verbuchung von Milliarden Euro an Vorsteuerbelastungen im ersten Halbjahr an sowie die Wiedereinführung beliebter Modelle wie des Jeep Cherokee. Er betonte außerdem erneut die Neuausrichtung auf Hybrid- und Benzinfahrzeuge nach dem vorherigen starken Fokus auf Elektrifizierung.

Die erwarteten Sonderkosten für geänderte Strategiepläne fielen auch an als Reaktion auf aufsichtsrechtliche und geopolitische Entwicklungen, hieß es. Sie sollen weitgehend aus dem bereinigten operativen Ergebnis ausgeklammert werden. Gewinnkennzahlen zum dritten Quartal nannte Stellantis wie üblich nicht. Diese präsentiert der Konzern nur halbjährlich.

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