Stellantis Wenig Optimismus für 2025

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Für Stellantis läuft es derzeit alles andere als rund – um satte 70 Prozent brach der Gewinn im vergangenen Jahr ein. Eine Erholung ist kaum in Sicht.

(Bild:  Stellantis / Simona Alampi)
(Bild: Stellantis / Simona Alampi)

Der kriselnde Opel-Mutterkonzern geht nach einem Gewinneinbruch nicht von einer deutlichen Besserung im laufenden Jahr aus. Weil das Unternehmen vor allem auf dem wichtigen US-Markt in arge Schwierigkeiten geraten war, sackte der Gewinn im Jahr 2024 um 70 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro ab, wie der Hersteller am Mittwoch (26.02.) in Amsterdam mitteilte.

Die um Sondereffekte bereinigte operative Gewinnmarge rutschte auf 5,5 Prozent ab, nach 12,8 Prozent im Vorjahr. Dieses Jahr peilt das Management um den Interimschef und Fiat-Erben John Elkann ebenfalls eine Marge lediglich im mittleren einstelligen Prozentbereich an. Als Dividende schlägt das Unternehmen 68 Cent je Aktie vor, weniger als halb so viel wie ein Jahr zuvor mit 1,55 Euro.

Gedrosselte Produktion

Stellantis hatte im vergangenen Jahr hart zu kämpfen. Auf dem US-Markt, auf dem der Vielmarkenkonzern (unter anderem Opel, Peugeot, Citroen, Fiat, Jeep und Leapmotor) mit großen Pickups und SUVs üblicherweise den Löwenanteil des Gewinns erzielt, standen zu viele Autos auf den Höfen der Händler. Stellantis musste die Produktion drosseln und mehr Rabatte geben, um die Bestände zu senken. Das hatte schon im Verlauf des Jahres für schwache Ergebnisse gesorgt.

In Deutschland hat der Konzern sein Personal weiter reduziert. Für die Marke Opel und weitere Stellantis-Abteilungen waren zum Jahresende 11.500 Vollzeitstellen besetzt – nach mehr als 12.000 ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen mitteilte. Vor allem am Stammsitz Rüsselsheim mit dem Entwicklungszentrum wurden weitere Stellen eingespart. Dort war bereits im Dezember die Astra-Produktion gedrosselt worden. Erneut erhalten die Beschäftigten eine Gewinnbeteiligung, die jedoch mit lediglich 560 Euro (brutto) deutlich geringer ausfällt als 2024 mit 1.850 Euro.

Aktie dümpelt

Die Aktie dümpelt derzeit um die Marke von 13 Euro. Im März 2024 war sie noch mehr als doppelt so viel wert. Der Umsatz fiel 2024 um 17 Prozent auf 156,9 Milliarden Euro. Dieses Jahr sollen die Erlöse wieder zulegen, zehn neue Modelle bringt der Konzern auf den Markt. Auch die Kassenlage soll sich wieder bessern. So ist geplant, dass dem Konzern aus dem Fahrzeuggeschäft wieder finanzielle Mittel zufließen. Vergangenes Jahr flossen sechs Milliarden Euro ab.

„2024 war für das Unternehmen ein Jahr der starken Kontraste, in dem die Ergebnisse hinter unserem Potenzial zurückblieben, aber wir haben wichtige strategische Meilensteine erreicht“, sagte Verwaltungsratschef Elkann mit Blick auf neue Plattformen, die anlaufende Batterieproduktion bei Gemeinschaftsunternehmen und neue Modelle.

Noch keine Nachfolger für Tavares benannt

Die schlechte Lage auf dem US-Markt hatte den lange dominierenden Ex-Chef Carlos Tavares vergangenes Jahr den Job gekostet. Er trat im Dezember vorzeitig ab. Die Suche nach einem Nachfolger sei auf gutem Weg, hieß es nun. Sie soll im ersten Halbjahr abgeschlossen werden. Als Favorit für den Posten gilt nach wie vor Nordamerika-Chef Antonio Filosa.

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