Wirtschaft

Studie: Automobilzulieferer solide aufgestellt

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Fünf Trends bestimmen den Wandel

„Die Automobilindustrie wird sich in den kommenden Jahren so stark wandeln wie noch nie in ihrer Geschichte – und die Zulieferer müssen sich darauf einstellen“, erklärt Cornet. Fünf technologische Trends werden die Zulieferer besonders beschäftigen:

  • Elektrifizierung: Bis 2030 könnte der Marktanteil von Autos mit Elektroantrieb von heute zwei Prozent auf bis zu 65 Prozent steigen – vor allem durch den zunehmenden Verkauf von Hybridfahrzeugen.
  • Konnektivität: Bis 2025 werden weltweit 50 Millionen Fahrzeuge vernetzt sein. In diesem Jahr sind es erst 18 Millionen Autos.
  • Autonomes Fahren: Die Software wird in Zukunft eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale eines Autos werden. Während heute die Steuerungssoftware in Autos aus rund 100 Millionen Zeilen Code besteht, werden es 2030 schon 300 Millionen Zeilen sein. Zulieferer sollten sich schon jetzt darauf vorbereiten, indem sie gezielt Softwareingenieure einstellen.
  • Industrie 4.0: Durch die Digitalisierung der industriellen Produktion sind weitere Einsparungen möglich. Die Qualitätskosten können dabei um bis zu 20 Prozent reduziert werden, zum Beispiel durch eine datengestützte Echtzeitüberwachung der Produktionsanlage, was den Ausschuss reduziert.
  • Neue Werkstoffe: Der Anteil von Leichtbauwerkstoffen im Auto – etwa hochfeste Stähle, Aluminium und Carbon – wird von 21 Prozent auf 67 Prozent zunehmen.

Neue Fähigkeiten aufbauen

Als Rat an die Zulieferer gibt Cornet mit: „Um weiter zu wachsen, müssen Zulieferer vermehrt neue Fähigkeiten aufbauen, beispielsweise in der Softwareentwicklung. Außerdem sollten die Unternehmen darüber nachdenken, wie sie sich gegenüber branchenfremden Wettbewerbern aufstellen und ob Kooperationen oder Übernahmen eine strategische Option sein können.“

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