Produktionsprozesse Weltraumforschung für nachhaltigen Stahl

Von Lina Demmel 1 min Lesedauer

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Tata Steel Nederland und die ESA forschen auf der ISS an thermophysikalischen Eigenschaften von Stahl. Das Ziel sind effizientere und nachhaltigere Produktionsprozesse.

Alexander Gerst war bereits zwei Mal auf der ISS. Hier forschen die ESA und Tata Steel Nederland an den thermophysikalischen Eigenschaften von Stahl. (Bild:  ESA)
Alexander Gerst war bereits zwei Mal auf der ISS. Hier forschen die ESA und Tata Steel Nederland an den thermophysikalischen Eigenschaften von Stahl.
(Bild: ESA)

Tata Steel Nederland und die Europäische Weltraumorganisation, ESA, forschen auf der Internationalen Raumstation zu thermophysikalischen Eigenschaften von Stahl. So sollen effizientere Stahlproduktionsprozesse entstehen.
Der Fokus der Forschung liegt auf Stählen, die zum Beispiel für E-Motoren in Elektrofahrzeugen eingesetzt werden. Ihre Qualität beeinflusst die Effizienz der Motoren und damit ihren Energieverbrauch. 
Im Rahmen des Projekts „Space for Science“ stellt Tata Steel Stahlproben und Fachwissen bereit, die ESA führt die Experimente im Weltraum durch.

Der Fokus der Forschung liegt auf Stählen, die zum Beispiel für E-Motoren in Elektrofahrzeugen eingesetzt werden. Ihre Qualität beeinflusst die Effizienz der Motoren und damit ihren Energieverbrauch. Im Rahmen des Projekts „Space for Science“ stellt Tata Steel Stahlproben und Fachwissen bereit, die ESA führt die Experimente im Weltraum durch.

Ideale Bedingungen im Weltraum

„Im Weltraum können Wissenschaftler Stahl unter idealen Bedingungen untersuchen, da die Schwerkraft die Ergebnisse nicht beeinflusst. Dies führt zu reineren Daten, die es uns ermöglichen, die thermophysikalischen Eigenschaften wie die Erstarrungstemperatur genauer zu analysieren“, erklärt Begona Santillana. Sie leitet das Projekt bei Tata Steel. „Diese Erkenntnisse helfen uns, Produktionsprozesse zu optimieren, Energie zu sparen, Fehler im Gießprozess zu vermeiden und verschiedene Stahlsorten mit weniger Prozessproblemen herzustellen.“

Zusammenarbeit zwischen ESA und Tata Steel

Für die Experimente nutzen die Forscherinnen und Forscher Stahlpellets, die weniger als zehn Gramm wiegen. Auf der Raumstation werden sie in einen doppelwandigen sogenannten elektromagnetischen Levitator eingesetzt – und in mehreren Zyklen geschmolzen, abgekühlt und erneut verfestigt.

Die dabei gewonnenen Daten gelangen in Echtzeit an das „Microgravity User Support Center“ der ISS in Köln. Die Stahlproben werden zur weiteren Analyse anschließend an Tata Steel Nederland und die University of Warwick in Großbritannien gesendet. Bis jetzt hat die Forschung laut ESA zu 1.600 Veröffentlichungen geführt.

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